Auf ins Landesinnere

Reis

In Mirissa habe ich mich erst mal vom Meer verabschiedet. Unser Ziel: der Sinharaja Regenwald. Das letzte zusammenhängende Regenwaldgebiet in Sri Lanka und Weltkulturerbe.

Als wir dort nach anstrengender Busreise spät in unserem Rainforest Chalet angekommen sind, sind wir quasi sofort wieder geflüchtet. Unsere Zimmer waren verschimmelt und nach einer Dusche haben wir uns eine andere Unterkunft gesucht. Wir haben auch die Regenwaldtour gecancelt, da ich einfach kein Vertrauen mehr in diesen Kerl hatte, obwohl er bis zum Schluss immer sehr freundlich war.

Mein Vater kam inmitten von Reisfeldern unter.

Die Auffahrt war mit Ananas bepflanzt.

Ich schlief am Fluss, 500m entfernt, und teilte mir die Java-Äpfel…

…gerne mit einem Mungo, der sie lieber mochte als ich.

Das Abenteuer Regenwald erst mal auf einen anderen Urlaub verschoben fuhren wir mit einem Taxi weiter zum Udawalawe Nationalpark. Und nachdem wir unser schönes neues Heim bezogen haben, sind wir los ins Elefanten Waisenhaus zur Fütterung.

Man darf nur von weitem zusehen. Die Kleinen sollen sich nicht an Menschen gewöhnen, da sie wieder ausgewildert werden. Das klappt laut Infotafel auch ganz gut. Es gibt wohl schon viele Mama’s in freier Wildbahn!

Es war sowas von herzzerreißend. Einerseits sooo unglaublich süß – und andererseits soooo traurig. Ich war wieder die ganze Zeit am Tränen schlucken 😢

Sie haben so unterschiedliche Charaktere. Manche ganz anständig, andere versuchen, sobald der Wärter sich weggedreht hat, nochmal Milch zu bekommen. Dann gibt es die Rücksichtslosen, die sich vordrängeln, die Nimmersatten, die sich lautstark beschweren wenn ihre Portion leer ist und die Tagträumer, die erst mal verplant an der Milch vorbeilaufen.

Es gibt verschiedene Gründe warum sie „Waisen“ sind. Manchmal sind es Unfälle mit der Bahn.

Durch seine Verletzung kann er nicht mehr ausgewildert werden.

Manchmal fallen die Kleinen in Löcher wo die Herde sie nicht mehr raus bekommt. Auch wenn sie krank zur Welt kommen werden sie von der Herde verlassen. Und dann werden manche Elefanten von Menschen erschossen, weil sie die Felder zerstören oder in die Dörfer kommen.

Unser Gastgeber und auch der Safari Guide haben gesagt, dass es nicht mehr so oft vorkommt, dass Elefanten geschossen werden. Im Reiseführer (Ausgabe 2018) steht, dass pro Jahr 50 Menschen wegen Elefanten sterben und über 100 Elefanten durch Menschenhand umkommen 😢

Sie wurde sogar mehrmals angeschossen, da sie immer wieder in ein Dorf kam und „plünderte“. Am Oberschenkelknochen ist ein Einschussloch zu sehen.

Zurück in der Unterkunft gab es hausgemachtes Abendessen und wie hatten nette Gespräche mit 2 Schwestern aus Deutschland. Die Mama ist Sri Lankerin. Eine von den beiden ist ständig am Reisen, arbeitet ortsunabhängig und schreibt nebenher noch einen Reiseblog. Sie erzählte auch, dass sie vor haben, Schulpatenschaften zu organisieren…da hier die Schere zwischen Arm und Reich auch immer größer wird. Wir mussten beide schmunzeln, weil wir so viele gemeinsame Themen haben.

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