Mekong Slowboat-Tour Tag 2

Der nächste Morgen begrüßte uns mit nebelverhangenen Wolken…

Ich lief vom Hotel zum Pier, um Frühstück zu kaufen, da unseres im Hotel echt bescheiden war…

…ihm hat es geschmeckt, aber er war angekettet☹️…

Die Menschen gingen ihrem Alltag nach, was bedeutete, dass sie erst mal Feuer machten an der Kochstelle und vor dem Haus kehrten…

Die Straße zum Hafen war geplastert mit Bäckereien, die fertige Sandwiches für die Bootstouristen anboten…

Und als alle wieder auf dem Boot waren…

…ging die Fahrt los. Wir fuhren am Hotel vorbei…

Es war das landschaftlich schönste Stück der Route…

…anfangs immer noch wolkenverhangen…

…aber die Sonne kämpfte sich langsam durch…

Wir fuhren durch enge Passagen…

…und passierten schließlich doch noch Plastikinseln ☹️…

Dann kamen wir zum nächsten Dorf…

Der wirkliche Luxusfrachter lag schon da, und das Klientel war tatsächlich älter als wir 😉…

Auch hier sind die Menschen am Goldschürfen…

…obwohl dieses Dorf wohlhabender ist als das erste…

Es gibt sogar Strom

Eine andere Minderheit…

…die auch ihr Gemüse selbst anbauen…

Sie brannten hier nicht nur Schnaps…

…sondern webten auch…

Schon am Boot wurden wir von den ersten Kindern mit Handarbeiten zum Verkaufen begrüßt.

Wir konnten uns auch hier im Dorf frei bewegen…

Und obwohl sie hier die gewebten Schals verkaufen wollten…

…waren sie freundlich…

Und die Kinder zum Teil auch sehr neugierig. Da am Tag vorher die Mädchen meine lackierten Zehnägel begutachtet hatten, hatte ich heute meinen Nagellack im Gepäck und musste nicht lange fragen, wer die Nägel lackiert haben wollte…

Mit letzten Eindrücken…

…dieses sehr einfachen Lebens…

…ging es wieder in Begleitung…

…zurück zum Boot…

Danach gab es wieder ein fantastisches Mittagessen.

Und dann rochen wir es bevor wir es sahen. Die Burning Season hatte begonnen. Die Landwirte brennen einmal im Jahr, vor der Regenzeit, die Wädlder kontrolliert ab. Es ist eigentlich von der Regierung verboten worden. Aber diese Menschen halten sich nicht daran…

Es gehört seit Jahrhunderten zu ihrer Arbeit und dem Leben dazu. Wenn sie die trockenen Blätter und Nadeln verbrennen, dann kann am Boden des Waldes wieder etwas wachsen. Davon ernähren sich die Wasserbüffel oder Kühe die sie halten. Würden sie das nicht machen, dann wäre die Schicht mit Nadeln und Bätter bald zu hoch für alles, was aus dem Boden sprießen möchte. Und, falls es dann zu einem Brand kommen würde, wäre er nicht mehr kontrollierbar, da so viel leicht brennbares Material herumliegt, dass es zu einem Waldbrand kommen würde.

So sieht man an dem ein oder anderen Baum, dass da mal Flammen gezüngelt haben, aber er wächst weiter. Natürlich ist die Belastung der Luft massiv. Das ist auch der Grund warum es in Thailand verboten wurde. Da sind die Behörden sogar so hartnäckig, und hängen Kameras auf, um denen auf die Spur zu kommen, die die Feuer legen.

Es ist ein schwieriger Grad zwischen natürlicher Lebensweise der einheimischen Landbevölkerung und Fortschritt, Naturschutz und Bekämpfung von Brandrodung.

Ein Stück weiter ein trauriges Zeugnis davon, wie die Natur immer wieder dem Geld zum Opfer fällt. Es wird das 80. Stauwerk…

…die Chinesen investieren, die Regierung nimmt gerne das Geld und wenn die Bevölkerung sich wehrt, dann kommen sie ins Gefängnis. Es gibt so viele Stauwerke im Land, womit man so viel Strom produziert. Nun werden die Menschen hier nicht nur ihre Heimat sondern auch ihre Lebensgrundlage verlieren. Müssen woanders von vorne anfangen. Auch für die Touristen wird sich was ändern, somit auch für die, die vom Tourismus leben. Definitiv wird der Mekong in 2 Jahren so nicht mehr aussehen.

Unser letzter Ausflug sind die Pak Ou-Höhlen…

Über viele hundert Jahre schon werden hier Buddha-Figuren abgestellt…

In 2 Höhlen steht ein Buddha am anderen (es sind tausende)…

Man hat eine atemberaubende Aussicht auf den Mekong…

Und dann wird es auch schon wieder voller auf dem Fluss. Menschen bei ihrer täglichen Arbeit…

…und wir mittendrin…

Mekong Slowboat-Tour Tag 1

Da wir die Luxusvariante gebucht hatten, wurden wir mit dem Auto vom Hotel abgeholt und die 300 m zum Pier gefahren🙈. Wir waren die Ersten und fanden schnell unseren beschilderten Platz…

Wir hatten damit gerechnet die Jüngsten zu sein. Die Fahrt kostete 100 USD mehr, als die Billigvariante. Aber es waren mehrere jüngere Pärchen dabei, die auch von den überfüllten Booten, auf denen man 6 h auf seinem Plastikstuhl sitzen musste, berichtet bekommen haben…

Hier ein Boot für die Einheimischen

Wir waren ca. 30 Menschen, auf den anderen Booten wurden locker 100 drauf gestopft und wenn der Platz ausging, hatte irgendwo immer noch ein Plastikstuhl Platz, oder man setzte die Menschen in den Maschinenraum. Wir hatten sofort das Gefühl, dass die 245 Euro sich auf jeden Fall gelohnt hatten.

Und dann ging es los. Mit einer Einweisung unseres Guides Toon, ein Laote der sehr gutes Englisch sprach. Wir zogen an den letzten Ausläufern der Zivilisation vorbei…

Da wir am Ende der Trockenzeit waren, konnten wir die Gärten der Menschen sehen, die das Schwemmland nutzten, um Gemüse anzubauen…

Wir konnten uns frei auf dem Schiff bewegen, und so spazierten wir mal nach vorne…

…genossen die Aussicht nach hinten…

…und schauten mal rechts…

…und mal links…

Man konnte am Ufer sehen, wie viel Wasser der Mekong zur Regenzeit führt…

Der Mekong ist der 12. längste Fluss der Welt und der 3. längste in Asien. Das Wasser ist durch die Sedimente so braun. Man kann darin wohl baden.

Der Kapitän des Bootes war mit seiner ganzen Familie an Bord und die Frau kochte uns fantastisch leckeres Essen…

…eins der besten auf unserer ganzen Reise!

Während wir aßen, konnten wir den Goldschürfern zusehen. Die Familien leben von dem was sie anbauen oder was sie fangen…

… und versuchen täglich, Gold zu finden. Was nicht oft vorkam und wenn, dann auch nur sehr kleine Klümpchen

Danach kamen wir ziemlich bald zu unserem ersten Ausflugsziel, das weit oberhalb vom Fluss lag…

Ein Dorf, einer der Minderheiten in Laos…

Menschen, die nicht viel hatten…

Sie leben in Bambushütten. Baumaterial was überall wächst und wohl gut gegen die Sonne isoliert…

Die Menschen waren freundlich und wir hatten das Gefühl, willkommen zu sein…

Es fühlte sich nicht wie ein „menschlicher Zoo“ an, wovor wir etwas Angst hatten…

Die Kinder spielten mit Hunden statt mit Puppen oder Traktoren…

Es gab einen Shop, da kaufte ich 30 Lollys und hoffte, das es für alle Kinder reicht. Ein paar Kinder liefen mit uns Richtung Schule…

Es gehen nicht alle Kinder zur Schule…

…manche müssen zuhause bzw. auf den Feldern helfen. Es gibt 2 Lehrer und von einer NGO war eine Toilette gebaut worden. Die einzige die es in diesem Dorf gibt.

Und dann ging es auch schon wieder zurück aufs Boot, mit Begleitung…

Ein Stück weiter dann wohl eher Unterkünfte für Touristen…

Noch gute 2 h ging es weiter bis wir in Pakbeng ankamen. Der Hafen dort ist auch nicht viel größer…

Wir wurden vom Hotel abgeholt…

…und kaum waren wir angekommen, ging das Schauspiel Sonnenuntergang los…

Unser Zimmer im Bouakhai Hotel (Booking, 27 Euro) war wunderschön…

…und dann haben wir mit unserem ersten laotischen Bier den Sonnenuntergang genossen…

Und er wurde von Minute…

…zu Minute…

…schöner…

Auf Wiedersehen Thailand – Sabaidee Laos

Pomelo und Jackfruit

Den letzten Abend in Thailand verbrachten wir in einer Pizzeria 🤷‍♀️. Ein italienisches Brüderpaar macht dort seit 28 Jahren original neapolitanische Pizza. Wir waren sowas von hungrig auf nicht thailändisches Essen und haben uns den relativ teuren Luxus gegönnt. Als ich dann noch sah, dass es zur Vorspeise Parmigiana di Melanzane und als Dessert Tiramisu gab, fühlten wir uns im Schlemmerhimmel.

Nebenan gab es ein Katzen-Cafe 😻…

Und auch nach 7 Wochen entdeckt man doch immer wieder Spannendes, was sich die Thais einfallen lassen, um z.B. die ganze Familie auf dem Roller zu transportieren…

Danach liefen wir noch über den Night Market…

… wo ich mir einen neuen Handgepäck Rucksack zulegte. Und bei Regen ging es wieder zurück zum Hotel. Eins der wenigen, wo zwischen Toilette und Dusche eine Wand war…

Es gab fast nie eine Trennung oder Duschvorhang. Was bedeutete, dass das ganze Bad immer nass war.

Wir verließen Chang Rai mit unseren E-Visas für Laos, was man aber ausgedruckt mitbringen musste 🙃…

…mit dem Bus zur Friendship-Bridge 4…

Nachdem wir in Thailand „ausgestempelt“ hatten, mussten wir auf einen Bus warten der uns über den Mekong nach Laos brachte. Dort mussten wir trotz E-Visa noch ein Formular ausfüllen, nochmal eine Gebühr bezahlen und wurden vom Zöllner gleich in laotisch unterrichtet. Sabaidee – Hallo!

Mit einem Wucher Taxi ging es dann nach Ban Houayxay zum „1 Minute to slow boat Guesthouse“ (Booking 23 Euro/Nacht). Es war mit ganz viel Liebe durchdacht, es gab sogar Wärmflaschen für Regelschmerzen auf jedem Zimmer🙏. Und wie der Name schon sagt, ist es nur 1 Minute vom Pier am Mekong entfernt, wo wir am nächsten Morgen unsere 2 tägige Mekong-Slowboat-Tour starteten…

Wir waren hungrig. Und wir wussten schon, dass es dort Baguettes gibt, da Laos einmal eine französische Kolonie war…

Es war etwas enttäuschend, da das Baguette natürlich nicht einem französischen entsprach, aber es war Brot! Kein Toast!…

und es gab Nutella 😍

Da man an den Bankautomaten oft nur maximal 90 Euro abheben kann und relativ hohe Gebühren zahlt, hatten wir in Thailand noch genügend Baht abgehoben um sie hier dann zu tauschen – und waren plötzlich Millionäre 😅!

Chiang Rai – schwarz

Danach ging es bei leichtem Regen und Kälte, zum Baan Dam Museum – Schwarzes Haus Museum…

Es ist ein privates Kunstmuseum des Künstlers Thawan Duchanee. Es handelt sich um ein Gebäudekomplex aus traditioneller nordthailändischer Gebäude…

…mit unkonventioneller und zeitgenössischer Architektur…

…und das alles eben in schwarz…

mit Alltagsgegenständen…

…Knochen…

…und Tierhäuten…

Er hat den Phallus überall stehen…

Er symbolisiert in Thailand Glück und Fruchtbarkeit und ist tief verwurzelt in dieser Kultur.

In jedem Haus ist ein Bett…

… ein Waschbecken und Toilette…

…ein großer Tisch mit vielen Stühlen…

Es wurde früher vom Künstler bewohnt…

…und es wird kontinuierlich daran weitergearbeitet…

Zum 2. Mal an diesem Tag kamen wir aus dem Staunen und Kopfschütteln nicht heraus…

Chiang Rai – weiß

Am 24. Februar sind wir weiter mit dem Bus nach Chiang Rai. Es wird als das kleinere und entspanntere Chiang Mai beschrieben. Im Rasa Boutique Hotel (Booking 26 Euro/Nacht) sind wir untergekommen. Es war sehr schön und ich habe bei der Buchung extra darauf geschaut, dass es am Pool auch Möglichkeiten gibt, entspannt die Zeit zu verbringen. Und das wäre herrlich gewesen, nur hat es geregnet🙈

Wir haben die nähere Umgebung erkundigt und ich habe mir eine Thai Massage gegönnt…

Ich bekam Massagekleidung zum wechseln.

Wow, schon nach einer Minute hatte sie meinen Schwachpunkt am Rücken gefunden. Ich hab mich wie eine Banane nach oben gebogen weil es echt schmerzhaft war. Sie hatte gelacht und gemeint, dass es eine richtige Thaimassage wäre, die ich gebucht hätte. Und dass das wohl vom vielen Rucksackschleppen kommt. Ich hatte erwidert, dass es wohl eher die harten Betten in Thailand sind. Sie fand noch mehrere Stellen, die mich tief durchatmen oder die Luft anhalten ließen. Aber danach ist alles schön warm geworden und hat sich entspannt. Für 8 Euro eine Stunde. Ich hatte fast ein schlechtes Gewissen.

Am nächsten Morgen haben wir Sport gemacht…

An den Tagen, wo wir nicht gereist sind waren wir fleißig 💪

…meiner Mama ein Geburtstagsständchen gesungen…

❤️

…uns über das Hotel einen Roller gemietet und sind zum Wat Rong Khun, dem weißen Tempel gefahren…

Spektakulär…

Es war ein alter kleiner Tempel, der dann von einem Künstler übernommen wurde, mit der Vorgabe, dass er ihn so gestalten kann wie er möchte. Und dann hat er den Rest seines Lebens und sein Geld in den Bau gesteckt…

Wir haben uns das Innere des Tempels nicht angeschaut, es waren uns zu viele Menschen und er war schon von außen einfach wunderschön und beeindruckend…

Diese Detailverliebtheit war beeindruckend…

Ich habe vergeblich versucht, die Insta-Posen von so ein paar unpassend gekleideten Mädels nachzuahmen 🤷‍♀️

Das Weiß symbolisiert die Reinheit…

Das Gold die Gier…

Man kam und kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus und findet immer wieder was Neues, Bizarres…

Ninja Turtels
Die Toiletten waren auch golden
Wer findet den Falter?

Samoeng-Loop

Wir checkten im „Your Space Hotel Prasingh“ (Booking 30 Euro/Nacht) ein. Das Bett war bequem, es gab einen Pool, aber sonst nicht wirklich was, um den Tag nach der Tour gechillt zu verbringen. Ich ging morgens los, Wäsche waschen…


Wir besorgten uns 2 große Roller und da wir es nicht weit zum Night Market hatten, sind wir abends dort hin, um zu Essen. Das erste Mal dass wir Krokodil im Angebot hatten…

…was Marius aber nicht angemacht hatte.
Wir gingen dann auf ein Konzert, dass dort Open Air stattfand und genossen die Indie Musik der relativ bekannten Band Yonlapa und die entspannte Atmosphäre. Die jungen Menschen saßen, wippten und sangen dazu…

Am nächsten Morgen zogen wir nach dem Frühstück los zu unserer „Motorrad“-Tour. Ich war so glücklich, selber fahren zu dürfen…

Da wir in die Berge fuhren, hatte uns der Rollervermieter geraten, 2 Roller zu nehmen. Denn wir beide mit unseren „200 kg“ hätten mit einem Roller keine Chance. Und er sollte Recht behalten 🤷‍♀️(auch wenn die 200 kg etwas übertrieben war🤨). Es war teilweise sehr steil und schon alleine auf dem Roller mussten wir aus manchen Kehren heraus Vollgas geben um nicht umzukippen. Erstes Ziel war der Mae-Sa Wasserfall, der im Doi Suthep-Pui Nationalpark liegt…

Es waren insgesamt 10 Stufen…


…und da wir früh dran waren, waren wir die meiste Zeit allein…


Wir wanderten…

…bis ganz nach oben und genossen die wunderschöne Natur und ihre Kunstwerke…

Das Sicherheit wird hier etwas anders gelebt…

Das Blatt eines Teak Baum

Wir machten einen kurzen Abstecher einen kleinen Weg in die Berge hinein mit wunderschön angelegten Gärten…

Dann ging es weiter zum Aussichtspunkt Mon Jam. Es war eine kleine kurvige Straße und hat riesig Spaß gemacht, zu fahren. Oben angekommen war leider die Aussicht nicht so gut, es war bewölkt und auch Regen angesagt.
Es waren schöne Blumenbeete angelegt und jede Mengen Herzen, wo man kitschige Selfies machen konnte…

Im Hintergrund der neue (Insta-)Trend. Glamping, Zelte die man mieten konnte. Wir waren erschrocken. Hatten natürlich schon Reels gesehen, mit einer tollen, nebelverhangenen Bergkulisse, hinter der die Sonne aufging. Ein schöner Mensch, einsam vom Zelt über einen Holzsteg zum Aussichtspunkt lief. Tatsache ist, dass ein Zelt neben dem anderen steht und der ganze Hang vollgepflastert ist…

Aber es gab Erdbeeren…

Thais lieben Erdbeeren, nur ernten sie 95% unreif. Warum auch immer.

Und weiter gings durch die kurvige Berglandschaft, zum nächsten Aussichtpunkt mit wenig Aussicht…

Auch an einem Tempel…

…in einer wunderschönen Berglandschaft hielten wir…

Der war sehr verlassen…

… ein paar Hunde schimpften mit uns. Dann kam doch noch ein einzelner Mönch ums Eck. Auf der Toilette hat Marius seine Zigaretten gesehen…

Dann noch zu einer Buddha Statue…

…mitten im nirgendwo. Es sah so aus, als ob dort größere Gruppen übernachten können. Aber es war total verlassen…

Wir fanden einen netten Platz an einem Flüsschen zum Mittagessen…

Wir waren schon fast 80 km gefahren, als wir wieder in die Umgebung Chang Mais kamen. Und der bekannte Tempel Wat Phra That Doi Kham (die Anlage ist über 1300 Jahre alt) lag auf dem Weg. Also sind wir auch dort hin. Auf den ersten Blick ein Tempel wie jeder andere…

Dann war ich begeistert, denn es waren die ersten weiblichen Statuen zu sehen…


Eine davon die Königin von Nordthailand…

Doch dann konnten wir es gar nicht fassen. Es waren viele Gläubige da, die beteten, spendeten, unter den Elefanten durchliefen…

…und anschließend Glückspiele spielten…

Das war das Ergebnis

…eine Glücklosbude an der anderen…

Es gab sogar Geldautomaten…

Und wirkte mehr wie ein Rummel…

Wir sind heil wieder im Hotel angekommen 🙏, ich bin wieder total angefixt was Rollerfahren angeht. Darauf haben wir erst mal angestoßen. Allerdings hab ich beim Griff in das Kühlregal nicht richtig geschaut. Aber wer kommt denn auch auf so eine Idee…

Trekking-Tour – Tag III – Bambus Floßfahrt

Nach der langen Pause mit Buzi ging es weitere 3 h durch den Dschungel…

Teakbäume

Tiere bekamen wir leider keine zu sehen, ausser Insekten und Termiten…

Zuerst kamen wir an den Mae Tang Fluss…

…dann an ein Bergdorf der Lahu …

.. wo wir in unsere Unterkunft eincheckten…

…und ich dann nochmal runter an den Fluss bin zum Baden…

Auch hier wurden wir wieder hervorragend bekocht…

Die Spülküche mit Flussblick.

Es war wirklich beide Abende ein leckeres, vielseitiges Essen. Und wir hatten, weil wieder ein Gewitter aufzog, wundervolles Licht…


Und später war der Smiley-Mond zu sehen…

Katrin hat ihn so getauft 😊 Hier in Asien, wie auch in Zentralamerika kenne ich den Mond so liegend.

Am nächsten Morgen war ich als erste wach und bekam exklusiv ein Feuer und Tee…

…außerdem durfte ich Klebreis-Brötchen probieren…

Sie wurden am Feuer aufgewärmt, immer wieder geklopft und schmeckten lecker…


Das gemeinsame Frühstück war reichhaltig, und wieder gab es die leckeren Cha-Banana-Pancakes.

Und dann durften wir unsere Bambus-Flosse besteigen…

Das Gepäck wurde gesichert 😅…


Sie sind erstaunlich stabil. Man sollte nur darauf achten, auf mehrere Bambusrohre gleichzeitig zu stehen. Wir hatten jeweils 2 Steuermänner…

Vorbei am Dorf…

Und dann ging es auch schon sicher durch die ersten Stromschnellen…

Es war wunderschön, den Urwald vom Wasser aus zu sehen…

…wieder eine ganz neue Perspektive. Wir hatten auf Affen gehofft. Aber die ziehen wegen der Hitze in den Norden, und immer weniger kommen zurück, da sie in den Tempeln gefüttert werden.

Unser Steuermann sprach relativ gut englisch, das er nur durch die Arbeit mit den Touristen gelernt hat. Ich nutzte die Chance, um ein bisschen mehr über das Leben in so einem Bergdorf zu erfahren. Die Kinder gehen zur Schule, allerdings in einem anderen Dorf. Da bleiben sie auch unter der Woche, da ein Weg eine Stunde zu Fuß ist. Und eben flussaufwärts. Bei der Strömung die wir hatten, wäre es möglich, mit den Booten zu staken, in der Regenzeit hat man keine Chance. (Die Flöße werden mit Auto’s ins Dorf, wo wir Buzi getroffen haben, gefahren und dann flussabwärts wieder zu ihren Besitzern gebracht)
Ich habe ihn gefragt, ob er glücklich ist, gerne dort lebt. Er antwortete, dass es ein hartes Leben ist. Sie haben nur die Flöße, die sie bauen, und verkaufen und die Arbeit mit den Touristen. Während Corona konnten sie kaum überleben, da sie auch nicht die Möglichkeit haben, viel anzubauen.
Viele junge Menschen gehen in die nächst größeren Städte und arbeiten dort, um dann ihre Familien zu unterstützen. Oft kommen sie nur einmal im Jahr nach Hause. Er kennt nichts anderes, lebt sein ganzes (38 jähriges) Leben schon dort. Sein Sohn, 14 Jahre, war der 2. Steuermann…

Es ist schon verrückt. Wir fühlten uns wie im Paradies, genossen die wunderschöne Landschaft, das friedvolle, ruhige Leben. Für diese Menschen aber ist es jeden Tag ein Kampf.

Nach ca 1,5 Stunden machten wir Pause, Cha schnitzte uns Becher aus Bambus…

Marius fand eine Schlangenhaut…

…und wir badeten.

Und dann ging es nochmal gut eine Stunde flussabwärts…

Wir surften die Stromschnellen stehend 💪

…zum nächsten Dorf des Shan Stammes…

…mit Hafen…

…und einer Straße. Wir bekamen noch ein Mittagessen und wurden dann wieder 1,5 Stunden nach Chiang Mai gefahren. Alle waren glücklich mit den Erlebnissen der letzten 3 Tage, alle waren ziemlich platt und alle freuten sich auf eine Dusche und bequeme Betten. Ohne Bettwanzen. Eine von uns hatte verdächtige Stiche. Und im Gruppenchat war danach eine kleine Panik, da jeder irgendwie Stiche hatte. Bis auf uns 2 😅

Trekking-Tour – Tag II -Elefanten

Der nächste Morgen begrüßte uns, wie man das im Regenwald ja auch irgendwie erwartet, mit Regen, und einem wunderschönen, friedlichen Ausblick…

Es gab ein leckeres Frühstück mit den besten Banana Pancakes ever…

Und weiter ging’s…

…durch den dampfenden Regenwald…

Wir wanderten ungefähr 3 Stunden durch den Dschungel, der manchmal auch wie Wald bei uns aussah. Es gab so viel zu entdecken, ich hing immer hinterher, da ich überall staunen und schnuppern musste …

Wir kamen wieder in ein kleines Dorf…

…mit Gesundheitsstation…

…total verstaubt…

Zum Mittagessen konnten wir einer Wasserbüffelherde zuschauen…

Danach lernten wir „Buzi“ kennen…

Durften sie füttern…

…und streicheln…


Wir hätten auch mit ihr Baden können, aber das hat sich irgendwie keiner getraut. Erstens sind auch die asiatischen Elefanten echt beeindruckend groß…

…und in der ganzen Gruppe waren wir uns nicht so sicher, ob diese ganze Elefantenaktion so tiergerecht ist…

Wobei sie sehr entspannt gewirkt hat.

Fakt ist, Buzi war eine Arbeitselefantin. Sie musste letztendlich den Regenwald abholzen. Als das Roden verboten wurde, war sie und ihr Mahut arbeitslos. Aber so einfach wird man einen Elefanten ja nicht los. Es wurden dann in Thailand Auffangstätten errichtet, und um die Kosten tragen zu können, können Touristen kommen. Elefantenreiten ist in großen Teilen inzwischen verpönt, da es für Elefanten nicht gut ist, Menschen zu transportieren.
Buzi war lange in so einem Sanctuary, bis ihr Mahut zu alt war und die Strecke jeden Tag nicht mehr auf sich nehmen konnte und wollte. Also haben sie Buzi mit zu sich genommen. Sie lebt dort im Urwald, hat ihre Glocke um den Hals. Und um ihren Unterhalt weiter bezahlen zu können (ein Elefant braucht 250 kg Pflanzenmaterial, und durch die Nutzung des Urwald entsteht eine Gebühr, auch muss sie regelmäßig vom Tierarzt untersucht werden) wird der Mahut durch die hiesigen Touranbieter mit immer frischen Touris unterstützt.
Wir haben lange und viel diskutiert. Cha war etwas „übergriffig“, da er wollte, dass alle von uns Buzi mal streicheln. Sie wollte aber offensichtlich nicht von allen gestreichelt werden, und auch nicht alle wollten streicheln. Auch nicht unbedingt aus Angst, sondern aus Respekt, aber er hat es wohl als Angst gedeutet. Marius und ich haben für uns beschlossen, dass dieses aktuelle Leben wahrscheinlich das Beste ist, dass es für sie geben kann. Und das sie das Schlimmste schon hinter sich hat.
Buzi ist 45 Jahre alt, sie wird nochmal ungefähr so lange leben. Als ich ihr dabei zugeschaut habe, wie sie wie ein Kleinkind im Wasser gespielt hat, sind bei mir die Tränen gelaufen. So unfassbar große, gleichzeitig feine Tiere, die ihres natürlichen Lebens, ihrem Instinkt, sich zu wehren, mit Gewalt beraubt worden sind. Wir Menschen können so grausam sein. Ich hoffe, wir haben dich nicht auch in irgendeiner Weise verletzt, du graue Schönheit.

🙏🩶

Trekking-Tour – Tag I

Wir hatten alles was wir nicht brauchten aus unseren Rucksäcken geräumt. Mein Rucksack war so schön leicht! Wir wurden morgens um 8 Uhr am Hotel abgeholt. Der Fahrer gab uns kleinere Rucksäcke für unsere Sachen. Ich war etwas überrascht, das hatten sie uns gar nicht gesagt. Marius wollte seinen neuen Rucksack testen, meiner war tatsächlich zu groß für das bisschen Zeug und so räumte ich um. Als wir dann im Auto saßen, sollten wir das Geld für einen 2 Tages Trip zahlen. Große Verwirrung, wir hatten doch 3 Tage gebucht. Nein, es gibt nur 2. Bis wir dann drauf kamen, dass wir die Falschen waren. Da kam unser Tour Auto angefahren. Also alles wieder raus aus dem Rucksack und rein in meinen. Da war es mit der Ordnung endgültig vorbei😅

Wir waren eine reine deutschsprachige Gruppe…

Erster Stop war ein Markt, um alles einzukaufen, mit dem wir die nächsten Tage bekocht werden sollten…

…und Klopapier!
Und dann ging es erst mal zum Wasserfall Mok Fa…


Es war eine kurze Wanderung. Den Weg zur Höhle…

…ließ unser Guide Cha aus, da bei dem heißen Wetter Schlangen und Skorpione raus kommen.
Wir konnten wieder baden. Es war herrlich erfrischend…

… der rechte Wasserstrahl nur was für harte Männer…


Dann wieder zurück zum Bus. Cha war ein Spaßvogel und Marius sein dankbares Opfer…


Nächste Station Mittagessen…


Und dann nach einer weiteren halben Stunde durch die Berge…

…ging es los in den Dschungel…

Es war so schön, der lauten, heißen Stadt mit all ihren Gerüchen zu entkommen und durch diese duftende Natur zu wandern…

Es war wärmer als gedacht und schon beim loslaufen hörten wir ein Gewitterkrummeln…


Wir hatten Glück und es tröpfelte nur hin und wieder mal. Ca. 2 h sind wir gewandert, bis wieder Spuren von Zivilisation zu sehen waren…

Litschibaum
Jackfruit

Es war das Dorf, wo wir die Nacht verbrachten…

Bambus ist hier wichtiges Baumaterial

Die Unterkunft war einfach, das Bad fast luxuriös…

Wir wurden bekocht…

Cha zeigte uns noch wie man auf traditionelle Weise am Feuer Sticky Reis in Bambus kocht…

Und ich hatte Kuschelbesuch…

😻


Chiang Mai

Um 5 Uhr früh kamen wir in Chiang Mai an. Etwas verballert ließen wir uns von einer Taxifahrerin, die mindestens noch genauso müde war wie wir, zu einem Frühstückslokal fahren. Dort wird normalerweise die Bestellung selbst ausgefüllt…

so eine schöne Schrift 😍

…aber die Bedienung kam sofort und nahm die Bestellung für uns auf.

Es gab Reissuppe und den Ersatz für Marius heißgeliebte Dampfnudeln…

Salapao

Dann ging es während des Sonnenaufgangs zum Hotel…

Wir konnten noch nicht in unser Zimmer, aber durften den Pool und die Toiletten nutzen. Und so schliefen wir am Pool, bis die Sonne unser Schattenplätzchen erreicht hatte. Das Wasser vom Pool hat uns dann endgültig wach gemacht. Und dann sind wir los in die Altstadt, um unsere Wandertour zu buchen. Bei „Chiang Mai Trekking with Piroon“ hatten wir uns für eine 3-Tages-Tour angemeldet.

Chiang Mai ist die 2. größte Stadt in Thailand. Das touristische Leben spielt sich in der Altstadt ab. Ein Hotel/Hostel reiht sich an Restaurants, Bars, Mode- und Souvenirshops, Touranbieter und Rollerverleih. Aber alles wirkt wie immer sehr entspannt. Wir kamen noch an der Blutbank vorbei…

…ich hätte gerne gespendet. Aber man darf erst spenden, wenn man 3 Monate in Thailand ist. Sie hat dann auch nur nett gelächelt, als ich erzählte, dass ich es mir gerne angeschaut hätte, da ich quasi Kollegin bin. Ich hab dann in den Entnahmeraum gespickelt. Die haben Blutmischwagen, nicht nur Hocker wie in Guatemala 😉

Es war der 17. Februar, und somit Chinesisches Neujahr…

…das Jahr des Feuerpferdes. In dem man Altes hinter sich lässt, das Jahr für Neuanfänge. Wir hatten ein bisschen Respekt davor, da viele Chinesen Neujahr in den großen Städten in Thailand feiern. Aber wir hatten weder bei der Hotelsuche noch an den Preisen was gemerkt. Und wenn wir schon mal da waren, dann wollten wir auch sehen, was da so passiert. Wir haben uns vom Rollertaxi am Hotel abholen…

…und uns nach China Town fahren lassen…

…gut so, die Straßen waren voll, verstopft rund um China Town. Und mein Fahrer zeigte mir, was ein Rollerfahrer in Thailand so drauf hat. Er überholte auf der Gegenfahrbahn, schlängelte sich über 3 Fahrbahnen nach vorne und fuhr auch schon mal bei Rot über die Ampel. Aber ich habe mich sehr sicher gefühlt! Er macht den ganzen Tag nichts anderes.

Und dann steckten wir zwischen den Menschenmassen…

Es gab eine Bühne, wo Kinder-Schönheitsköniginnen geehrt wurden…

Eine Gruppe machte Akrobatik mit Drachentanz…

Es gab ein kleines Feuerwerk und ganz viel Essenstände…

Coconut-Shake mit geriebener Schokolade
Das war richtiges Handwerk. Mit 2 Hammer haben sie Erdnüsse und Zucker zu einem Teig gestampft. Dann ausgerollt und mit Erdnüssen gefüllt. Sehr lecker 😋

Alles war in rot gehalten und die Menschen hatten chinesische Kleidung oder Accessoires an. Das war es dann aber auch schon…

Am nächsten Tag nahm ich mir den Vormittag zum Shoppen frei😉 Marius hat so lange die Wäsche gemacht und war beim Barber…


Es gibt viele thailändische Labels und ja, man hätte viel Geld los werden können…

Ich hab mir viel Zeit gelassen, ausgiebig gebummelt in dem angenehm klimatisierten Gebäude. Draußen auf dem Markt war das dann einfach nur heiß…

Aber es war ein wunderschönes Viertel…

Ich gönnte mir einen Maracuja-Saft…

…der ausnahmsweise mal eine Halterung aus Bambus hatte. Und nicht noch in eine Tüte gesteckt wurde. Ein bisschen weniger Plastik🙏
Und dann ließ ich mich zurück zum Hotel fahren und wir genossen den Pool, hatten sogar das Glück noch Liegen zu ergattern😅
Und dann haben wir sie gesehen, die erste Siam-Katze…


Abends gingen wir Essen, wir hatten so Lust auf westliches Essen, und da gab es einige denen es auch so ging. Wir bekamen einen heißbegehrten Platz und das Tolle war, dass es dort Spiele gab, um sich die Wartezeit zu vertreiben. Das Essen war weniger gut, aber ich konnte eins meiner neuen Kleider gleich mal ausführen…

Wir haben es sogar auf Englisch gespielt 😉