El Norte treibt uns ins Nirgendwo

„El Norte ist ein starker, kalter Nordwind welcher vom Nordosten den Golf von Mexiko entlang blĂ€st….“ Er verfolgt uns seit wir an der GolfkĂŒste sind. Und diesen Morgen wurden wir vom Regen geweckt. Auch ĂŒber Chiapas, den anderen Bundesstaat den wir bereisen wollten, wird er weiter toben. Deshalb haben wir komplett umgeplant und beschlossen, in den Bundesstaat Oaxaca zu fahren. Da waren wir vor fĂŒnf Jahren schon. Aber der schönste Ort ist eben nur halb so schön bei schlechtem Wetter.

Es fahren Busse ĂŒber Nacht. Im Hotel waren sie so nett und wir durften bis abends im Zimmer bleiben. Was nicht nur schön war wegen dem Wetter sondern auch weil Marius unter Bauchschmerzen litt und es doch beruhigend war, ein Klo in der NĂ€he zu haben😅

Wir haben dann noch ein bisschen Yoga gemacht und danach ruft Marius, der zu unserem Fenster mit Fluss- und Meerblick raus schaute: „Delfine!“ Mein Herz hat wie wild gepocht und tatsĂ€chlich schwammen 2 ganz gemĂŒtlich den Fluss aufwĂ€rts. 😍

Wir mussten erst wieder zurĂŒck nach Veracruz. Dort winkte mir die Dame am Ticketschalter zu, die uns das erste mal mit der Umbuchung behilflich war.

Ja, und dann, 21.15 Uhr ging’s los. Weg vom Golf von Mexico nach Salina Cruz an den Pazifik wo wir um halb 7 morgens ankamen. Die Nacht haben wir besser geschlafen als gedacht.

Hier ging es dann mit einem Colectivo, ein Sammeltaxi, weiter an die Kreuzung von Playa La Bamba und dann mit dem Mototaxi ins Dorf.

Und hier sind wir im Nirgendwo! Kein Internet, die HĂ€user zum Teil noch aus Lehm

Die WĂ€sche wird von Hand gewaschen

Und ein wunderschöner, einsamer Strand đŸ€©

Wieder mit DĂŒnen 😀

Laut Wind App sind wir immer noch in den AuslĂ€ufern des El Norte. Das heißt immer noch recht viel Wind, aber warm. Der Pazifik hat ordentliche Wellen. Ab MĂ€rz bis in den Sommer hinein ist hier ein Surf Hotspot.

Wir genießen die WĂ€rme und die HĂ€ngematten an unserer HĂŒtte.

Das mĂŒssen wir mit ĂŒblen Druckstellen bĂŒĂŸen 😅

Zum Sonnenuntergang sind wir nochmal ans Meer. Und dieser Wind hört einfach nicht auf…

Schon den ganzen Tag hatte Marius einen stÀndigen Begleiter.

Und beim Abendessen war ich dann völlig abgeschrieben, weil Camila nur Augen fĂŒr Marius hat – und er fĂŒr sie…

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Alles anders als gedacht

Ich liebe unsere Art zu reisen. Egal ob mit Hecktor 🚙 oder mit dem Rucksack – wir sind flexibel. Oder auch, wir mĂŒssen flexibel sein. Das Wetter macht die nĂ€chste Woche leider nicht so mit. Es soll so um die 19 Grad haben, aber ohne Sonne, hoher Regenwahrscheinlichkeit und Wind bis Sturm. Den nördlichen Teil Veracruz haben wir deshalb schon komplett gestrichen (keine Vanille-, Kakao-, Jalapeño- und Kaffeestadt) und nun werden wir auch den sĂŒdlichen Teil canceln. Das heißt, auch keine Schamanen…

Heute war schönes Wetter angesagt, darum sind wir wieder zurĂŒck ans Meer. Wollten mal schauen wie lange es schön bleibt und wie es da so ist. Und wenn es dann richtig schlecht wird, einmal die ganze Strecke bis zum eigentlich geplanten Ende der Reise durchfahren. Dort ist es nĂ€mlich richtig heiß🌡🌞

Also, ab zum Strand in Alvarado. Nun muss ich aber erwÀhnen, dass ich uns einen der am wenigsten touristischen Bundesstaaten Mexicos zum Reisen ausgesucht habe. Und wie wir spÀter im Dorf erfahren haben, ist der Tourismus seit 6 Jahren hier völlig zum Erliegen gekommen. Das sieht man diesem Strand auch an.

Schon die Zufahrtsstraße ist ein Abenteuer.

Wir dachten, dass es bestimmt ein Hurrikan gewesen sein muss. Aber es war der „El Norte“, der Wind, der uns am Freitag hat faulenzen lassen.

Ganz in der Ferne haben wir ein großes Wrack gesehen, und da alles nicht so zum Baden eingeladen hat, sind wir den endlosen Strand zum Wrack gelaufen.

Das Rettungsboot an Land
Irgendwie sehr gruselig

Den ganzen Weg kreisten die Geier ĂŒber uns, was die gruselige Stimmung unterstrich.

Aber sie waren mit totem Fisch zufrieden

Laut Google ist die „Enchanted Capri“ auf dem Weg zum Abwracken auf Grund gelaufen. Bei starkem Wind und schwerer See. Die Mannschaft hat unverletzt ĂŒberlebt 🙏

Nach Treibholz war Plastik das was am meisten rumlag. Es ist leider sehr traurig.

Erst gestern habe ich eine Petition mit unterschrieben, die den Plastikverbrauch auf der ganzen Welt reduzieren soll. Es gibt inzwischen die erste Untersuchung, die Mikroplastik in einer menschlichen Plazenta gefunden hat… in meinem Status geb ich den Link fĂŒr die Petition durch.

Es war fast aberwitzig, unseren MĂŒll wieder mitzunehmen nach dem Picknick… Im Dorf bekamen wir auf die Frage ob niemand den Strand sauber macht die Antwort, dass die Stadt kein Geld dafĂŒr hat.

Aber wir haben wenigstens ein bisschen recycelt. Um zwischendurch mal Kaffee und Tee zu trinken haben wir 2 Becher gesammelt.

Und dann gleich mal mit Bier eingeweiht đŸ€·â€â™€ïž

Geisterdorf und Weltkulturerbe

Wir hatten das Pech, einen der wenigen Tage zu erwischen an denen es kalt ist. Wenn ich mal freiwillig Socken anziehe… Unser Vermieter meinte, seinen Pulli braucht er vielleicht an 4 Tagen im Jahr. Da der Sturm weiter anhielt, haben wir einen Tag einfach nur gefaulenzt…ein bisschen Yoga, ganz viel lesen und essen😁

In Playa Chachalacas gibt es nicht viel. Wohl ist vor allem am Wochenende viel Tourismus aber unter der Woche fĂŒhlt es sich an wie ein Geisterdorf. Wir verbringen unsere Urlaube gerne abseits des großen Rummels, aber irgendwie fĂŒhlt es sich doch komisch an. Allein in der Natur ist toll, aber durch ein Dorf zu laufen wo gefĂŒhlt nur jedes 20. Haus bewohnt ist… Und dann kommt noch dazu, dass gefĂŒhlt jedes 10. Haus eine Ruine ist.

Unfassbar, in bester Lage am Strand verfÀllt nicht nur dieses GebÀude.

Es gibt viele kleine Tiendas, kleine GeschĂ€fte. Die laufen quasi nebenher. In diesem Laden verbringt oft die ganze Familie ihren Tag, meist liegt der Wohnbereich dahinter. Es wird hinter der Kasse gegessen, der Fernseher lĂ€uft und jeder hat sein Smartphone in der Hand. Wir haben versucht Obst zu kaufen 😅. Das war eine Herausforderung. Diese Dorf ist nur mit Taxis zu erreichen und die Bewohner scheinen an Obst nur Orangen fĂŒr Orangensaft und Kochbananen zu benötigen. Wir haben lange gesucht und schließlich Äpfel und Bananen gefunden. Auf dem RĂŒckweg haben wir einen Pickup gesehen der mit Orangen und GemĂŒse durch die Straßen fĂ€hrt und direkt an die Menschen verkauft. Was man aber in jedem dieser Tiendas zu Hauf bekommt sind Chips, Kekse und Alkohol.

Wir sind dann, immer noch bei schlechtem Wetter weiter. ZurĂŒck nach Veracruz. Dort hatte ich gehofft, den Karneval zu erleben. Es muss Ă€hnlich spektakulĂ€r sein wie in Brasilien. Aber auch hier fĂ€llt er aus bzw. hoffen sie, dass er im Juni nachgeholt werden kann.

Und weiter ging die Fahrt. Wegen des stĂŒrmischen Wetters war die Straße einmal nur einspurig zu befahren, da sie mit Baggern und Schaufeln die Sandverwehungen beseitigen mussten.

Unser Ziel, Tlacotalpan, die, laut ReisefĂŒhrer, unbekannteste Weltkulturerbe Stadt. Mit vielen bunten HĂ€user erinnert sie an Havanna. Ich lass die Bilder sprechen 😍

Aber auch hier werden GebĂ€ude einfach sich selbst ĂŒberlassen…

Nach dem Stadtbummel gab’s erst mal „Kaffee und Kuchen“ auf der Terasse unseres Hotels. FĂŒr mich als Teetrinkerin ist es hier nicht so einfach. Wenn ich zum FrĂŒhstĂŒck Tee bestelle hat bisher jede*r nachgefragt weil sie dachten mich nicht richtig verstanden zu haben. Der Mann im Hotel hat mir in der Mikrowelle Wasser heiß gemacht, das hab ich im Leben noch nicht gemacht.

Tlacotalpan liegt an einem riesigen Fluss

Bei unserem Stadtbummel wurden wir von einem Mann, der stolz auf seine Stadt und seine Kultur ist, angesprochen. Er hat zusammen mit einem Freund Infos ĂŒber Tlacotalpan in die verschiedensten Sprachen ĂŒbersetzt. Er hatte die Übersetzung nicht dabei, meinte aber dass er uns schon wieder findet. Dem war auch so. Nach dem Abendessen schlenderten wir durch die Stadt und plötzlich war er da. Hatte wohl schon rumgefragt ob irgend jemand 2 Deutsche gesehen hat. Er nahm uns mit ins Theater, wo an diesem Abend traditionelle Musik und Tanz aufgefĂŒhrt wurden. Das war spannend, sie besingen ihr Bundesland, ihre FlĂŒsse, die Tiere. Machen beim Tanzen VogelgerĂ€usche nach. Alles sehr bunt und laut đŸ€©

Traditionelles Tanzpaar

DĂŒnen, Sandsturm, Kakerlaken

Ja Kakerlaken. Wie ich sie hasse. Und ich hatte gehofft nicht so schnell auf sie zu treffen. Leider huschte da aber, als es Nacht wurde und wir ins Zimmer kamen, ganz schnell ein kleiner Schatten hinter die Klimaanlage. Aber wir sind ausgerĂŒstet mit Cucaracha-Spray und Moskitonetz.

So schlĂ€ft es sich ruhiger 😅

Der erste Morgen am Meer. Der Wecker hat uns kurz vor Sonnenaufgang geweckt. (Inzwischen haben wir den Jetlag ganz gut weggesteckt, sonst wÀren wir locker schon wach gewesen).

Marius ging Fliegenfischen

Ich lief den Strand entlang zu den 3 km entfernten DĂŒnen Chachalacas und konnte mir endlich einen lang ersehnten Traum erfĂŒllen…

Wir waren schon in Namibia auf DĂŒnen, aber da war kein Meer in der NĂ€he. Und das hab ich gebraucht, ich war komplett paniert! Herrlich!

Marius war weniger erfolgreich, die Strömung und Brandung war zu stark…ach kompliziert 😉

Obwohl er sich zuhause schon echt MĂŒhe gemacht hat und die verschiedensten Köder (Anmerkung vom Profi: Muster, nicht KöderđŸ€“) gebunden hat. Hier das Exemplar Shrimp🩐
Dann erstmal FrĂŒhstĂŒck am Strand

Und spĂ€ter chillen am Strand. Leider kam schon gegen Mittag ein starker Wind auf der zum einen kĂŒhl war und zum anderen den Aufenthalt am Strand fast unmöglich machte. Leider hĂ€lt dieser Sturm auch den ganzen nĂ€chsten Tag an und bringt Wolken und kalte (18°C) Luft mit.

Wir haben aber ein ordentliches Zimmer bei einem super netten und hilfsbereiten Àlteren Herr, wo es sich aushalten lÀsst.

Diese Überreste von Seesternen liegen hier haufenweise am Strand. Die Natur bringt einfach die schönsten Dinge zustande!!! Und als Daniel, unser Vermieter, gesehen hat, was ich vom Strand anschleppe, hat er mir ein kleines Wandbild mit eben diesem Skelett geschenkt😍

Endlich am Meer

Oder sollte ich den heutigen Tag als „Busbahnhof-Chaos“ betiteln?!?

Unser Ziel war ein kleiner Ort am Golf von Mexico. 2 Tage wollen wir dort verbringen. Dank Internet ist es eigentlich ganz einfach die Route zu planen. Auch die Busunternehmen hier sind online und man kann mit ein paar Klicks unkompliziert die Tickets kaufen…dachte ich 😅

Wir verließen unsere hĂŒbsche Unterkunft und liefen morgens halb 9 an den Busbahnhof. Laut Internet fĂ€hrt der Bus stĂŒndlich nach Veracruz. Am Schalter sagte man mir dass erst um 16 Uhr einer fĂ€hrt. Als ich dann verwirrt nachfragte, bekam ich die Info, dass das am anderen Busbahnhof wĂ€re. Das hat mir das Internet nicht verraten geschweige denn, dass es ĂŒberhaupt 2 Busbahnhöfe gibt. Also gut, auf ins Taxi. Wir kamen pĂŒnktlich 9 Uhr an, eigentlich Abfahrt. Nicht so in Mexico! Ich durfte am Schalter noch Tickets kaufen (online ging’s natĂŒrlich mehr) und dann ging’s los nach Veracruz.

In Veracruz mussten wir umsteigen und dafĂŒr neue Tickets kaufen. Eine riesige Schlange stand am Schalter. Also ich das Handy gezĂŒckt und online die Tickets gekauft. Als wir unsere RucksĂ€cke abgeben wollten um noch gemĂŒtlich was essen zu gehen machte uns der Mann an der GepĂ€ckabgabe darauf aufmerksam, dass wir am falschen Busbahnhof sind 😖

Es gibt zwar auch von diesem Bahnhof aus Verbindungen nach Cardel aber ich hatte eben vom anderen Bahnhof aus gebucht. Er schleppte mich an der ganzen Schlange vorbei zum Ticketschalter um das Ticket umzubuchen. Ich war sehr dankbar, gleichzeitig war es mir echt peinlich dass ich so ne Sonderbehandlung bekam. Leider konnte sie unsere Tickets nicht umbuchen da sie bei ihr (noch) nicht aufgetaucht sind (weil die Onlinebuchung erst vor wenigen Minuten war und das System da wohl lĂ€nger braucht) Was tun? Die Tickets haben 7 Euro gekostet, wir hĂ€tten 25 Minuten mit dem Taxi durch die ganze Stadt fahren mĂŒssen um zum anderen Bahnhof zu kommen…also beschlossen wir, nochmal Tickets zu kaufen. Ich ging aber erst noch zu dem Mann, der uns geholfen hatte, um mich zu bedanken. Als ich ihm erzĂ€hlte was nun ist, war er entsetzt dass wir die gekauften Tickets verfallen lassen wollten. Er ist zum Fahrer, hat abgeklĂ€rt, dass egal von welchem Bahnhof in Veracruz aus die Tickets gleich viel kosten und hat uns in den Bus gesetzt. 3 Minuten spĂ€ter ging’s los. Wow! 2 StĂ€dte, vier Busbahnhöfe, 2 mal am falschen….

Wir kamen um halb 2 schließlich an, immer noch nix gegessen…das holten wir nach!

Aqua de Mango und Gorditas („Dicke“, Maistortillas mit Bohnenmus gefĂŒllt, Salat, KĂ€se und Schmand drauf 😋)

Von der Chefin dieses Restaurants hab ich die Handynummer bekommen. Egal was ist, ich kann sie jederzeit anrufen…Und dann ging’s frisch gestĂ€rkt auf die letzte Etappe mit dem Taxi nach Playa Chachalacas – endlich am Meer!

Ach, wir haben ĂŒbrigens geĂŒbt und die klare Sicht genutzt!

Die Spitze des Pico Orizaba

Mexico 2022

Die erste Nacht haben wir in Mexico-City verbracht. Ganz mutig sind wir im Dunkeln los um 1. Geld abzuheben und 2. noch ein Bier zu kaufen. Beides haben wir gemacht – und dann lass ich meinen frisch gefĂŒllten Geldbeutel an der Kasse im Supermarkt liegen
. Was passiert?! Der Kassierer ist uns hinterher gelaufen und hat [
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Mexico 2022

Mexico 2022

Die erste Nacht haben wir in Mexico-City verbracht. Ganz mutig sind wir im Dunkeln los um 1. Geld abzuheben und 2. noch ein Bier zu kaufen. Beides haben wir gemacht – und dann lass ich meinen frisch gefĂŒllten Geldbeutel an der Kasse im Supermarkt liegen….

Was passiert?! Der Kassierer ist uns hinterher gelaufen und hat mir meinen Geldbeutel gebracht.

Wir hatten uns auf dem Weg zum Supermarkt darĂŒber unterhalten… „jeder hat gefragt wie gefĂ€hrlich ist es in Mexico…“, „…Knarre am Kopf…“, „…ĂŒberfallen…“ und wurden soooo schnell eines besseren belehrt🙏.

Keine Sorge, ich bzw wir sind uns ganz klar auch der Gefahren bewusst. Aber zum einen wĂŒrde ich mich als erfahrene Weltenbummlerin bezeichnen die auch noch spanisch spricht und zum anderen bin ich fest davon ĂŒberzeugt,  dass es einfach sehr viele gute Menschen auf dieser Welt gibt!!! Man kann das gerne als naiv bezeichnen, hab ich auch lange. Aber deine Gedanken lenken die Energie (das ist nicht von mir 😉 sondern aus dem Buch „Das CafĂ© am Rande der Welt “ von John Strelecky). Und meine Erfahrungen auf Reisen wie auch im Alltag haben mir das immer wieder bewiesen.

Da wir nicht so die StĂ€dtereiser sind, haben wir uns in den Bus gesetzt und unsere Reise Richtung Osten begonnen.  Nach 5 Stunden Fahrt – davon gefĂŒhlt eine Stunde nur um aus Mexiko City raus zu kommen – sind wir am Fuße des höchsten Berges Mexicos gelandet.

Der Pico de Orizaba ist ein schlafender Vulkan, 5611m hoch und schneebedeckt. Leider ist es diesig und man sieht ihn kaum.

Wir haben die Schneebilder von Zuhause gesehen und sind ganz solidarisch in eine Gondel gestiegen…

In 6 Minuten wird man auf einen Berg transportiert von wo aus man eine gute Aussicht hat auf Orizaba und die umliegende Berglandschaft. Wieder unten spazierten wir am Rio (Fluß) Orizaba entlang. Ein schöner Weg fĂŒhrt auf beiden Seiten des Flusses entlang. Es gibt insgesamt 13 BrĂŒcken und allerlei Tiere zu sehen. Das ist leider nicht ganz so schön. Obwohl alles sehr gepflegt ist und auch viele Tiere Nachwuchs haben gehören weder Tiger, Jaguare, Dromedare, Nilpferde, Affen, Tucane oder BĂ€ren in KĂ€fige mitten in einer Stadt (ach, eigentlich nirgendsđŸ˜„)

Wir 2 fallen hier echt auf. Zum einen sind sehr wenig Touristen unterwegs zum anderen…

…sind wir einfach zu groß đŸ€·â€â™€ïž

In Orizaba steht ein „Eisenpalast“, von Herrn Eiffel, der auch schon den Eiffelturm gebaut hat. Der Palast wurde in Paris gebaut und dann StĂŒck fĂŒr StĂŒck 1892 hier als „kleines“ Prestigeobjekt des damaligen BĂŒrgermeisters wieder aufgebaut. Tolles GebĂ€ude wo man heutzutage Kaffee und Kuchen isst oder eines der vielen Museen besichtigt.

Über einen Blumenmarkt sind wir auch noch geschlendert.

In Mexico geht’s immer bunter als bei uns!

Auf ins Landesinnere

Reis

In Mirissa habe ich mich erst mal vom Meer verabschiedet. Unser Ziel: der Sinharaja Regenwald. Das letzte zusammenhÀngende Regenwaldgebiet in Sri Lanka und Weltkulturerbe.

Als wir dort nach anstrengender Busreise spĂ€t in unserem Rainforest Chalet angekommen sind, sind wir quasi sofort wieder geflĂŒchtet. Unsere Zimmer waren verschimmelt und nach einer Dusche haben wir uns eine andere Unterkunft gesucht. Wir haben auch die Regenwaldtour gecancelt, da ich einfach kein Vertrauen mehr in diesen Kerl hatte, obwohl er bis zum Schluss immer sehr freundlich war.

Mein Vater kam inmitten von Reisfeldern unter.

Die Auffahrt war mit Ananas bepflanzt.

Ich schlief am Fluss, 500m entfernt, und teilte mir die Java-Äpfel…

…gerne mit einem Mungo, der sie lieber mochte als ich.

Das Abenteuer Regenwald erst mal auf einen anderen Urlaub verschoben fuhren wir mit einem Taxi weiter zum Udawalawe Nationalpark. Und nachdem wir unser schönes neues Heim bezogen haben, sind wir los ins Elefanten Waisenhaus zur FĂŒtterung.

Man darf nur von weitem zusehen. Die Kleinen sollen sich nicht an Menschen gewöhnen, da sie wieder ausgewildert werden. Das klappt laut Infotafel auch ganz gut. Es gibt wohl schon viele Mama’s in freier Wildbahn!

Es war sowas von herzzerreißend. Einerseits sooo unglaublich sĂŒĂŸ – und andererseits soooo traurig. Ich war wieder die ganze Zeit am TrĂ€nen schlucken 😱

Sie haben so unterschiedliche Charaktere. Manche ganz anstĂ€ndig, andere versuchen, sobald der WĂ€rter sich weggedreht hat, nochmal Milch zu bekommen. Dann gibt es die RĂŒcksichtslosen, die sich vordrĂ€ngeln, die Nimmersatten, die sich lautstark beschweren wenn ihre Portion leer ist und die TagtrĂ€umer, die erst mal verplant an der Milch vorbeilaufen.

Es gibt verschiedene GrĂŒnde warum sie „Waisen“ sind. Manchmal sind es UnfĂ€lle mit der Bahn.

Durch seine Verletzung kann er nicht mehr ausgewildert werden.

Manchmal fallen die Kleinen in Löcher wo die Herde sie nicht mehr raus bekommt. Auch wenn sie krank zur Welt kommen werden sie von der Herde verlassen. Und dann werden manche Elefanten von Menschen erschossen, weil sie die Felder zerstören oder in die Dörfer kommen.

Unser Gastgeber und auch der Safari Guide haben gesagt, dass es nicht mehr so oft vorkommt, dass Elefanten geschossen werden. Im ReisefĂŒhrer (Ausgabe 2018) steht, dass pro Jahr 50 Menschen wegen Elefanten sterben und ĂŒber 100 Elefanten durch Menschenhand umkommen 😱

Sie wurde sogar mehrmals angeschossen, da sie immer wieder in ein Dorf kam und „plĂŒnderte“. Am Oberschenkelknochen ist ein Einschussloch zu sehen.

ZurĂŒck in der Unterkunft gab es hausgemachtes Abendessen und wie hatten nette GesprĂ€che mit 2 Schwestern aus Deutschland. Die Mama ist Sri Lankerin. Eine von den beiden ist stĂ€ndig am Reisen, arbeitet ortsunabhĂ€ngig und schreibt nebenher noch einen Reiseblog. Sie erzĂ€hlte auch, dass sie vor haben, Schulpatenschaften zu organisieren…da hier die Schere zwischen Arm und Reich auch immer grĂ¶ĂŸer wird. Wir mussten beide schmunzeln, weil wir so viele gemeinsame Themen haben.