Ich liebe unsere Art zu reisen. Egal ob mit Hecktor 🚙 oder mit dem Rucksack – wir sind flexibel. Oder auch, wir müssen flexibel sein. Das Wetter macht die nächste Woche leider nicht so mit. Es soll so um die 19 Grad haben, aber ohne Sonne, hoher Regenwahrscheinlichkeit und Wind bis Sturm. Den nördlichen Teil Veracruz haben wir deshalb schon komplett gestrichen (keine Vanille-, Kakao-, Jalapeño- und Kaffeestadt) und nun werden wir auch den südlichen Teil canceln. Das heißt, auch keine Schamanen…
Heute war schönes Wetter angesagt, darum sind wir wieder zurück ans Meer. Wollten mal schauen wie lange es schön bleibt und wie es da so ist. Und wenn es dann richtig schlecht wird, einmal die ganze Strecke bis zum eigentlich geplanten Ende der Reise durchfahren. Dort ist es nämlich richtig heiß🌡🌞
Also, ab zum Strand in Alvarado. Nun muss ich aber erwähnen, dass ich uns einen der am wenigsten touristischen Bundesstaaten Mexicos zum Reisen ausgesucht habe. Und wie wir später im Dorf erfahren haben, ist der Tourismus seit 6 Jahren hier völlig zum Erliegen gekommen. Das sieht man diesem Strand auch an.

Schon die Zufahrtsstraße ist ein Abenteuer.

Ganz in der Ferne haben wir ein großes Wrack gesehen, und da alles nicht so zum Baden eingeladen hat, sind wir den endlosen Strand zum Wrack gelaufen.




Den ganzen Weg kreisten die Geier über uns, was die gruselige Stimmung unterstrich.

Laut Google ist die „Enchanted Capri“ auf dem Weg zum Abwracken auf Grund gelaufen. Bei starkem Wind und schwerer See. Die Mannschaft hat unverletzt überlebt 🙏
Nach Treibholz war Plastik das was am meisten rumlag. Es ist leider sehr traurig.

Erst gestern habe ich eine Petition mit unterschrieben, die den Plastikverbrauch auf der ganzen Welt reduzieren soll. Es gibt inzwischen die erste Untersuchung, die Mikroplastik in einer menschlichen Plazenta gefunden hat… in meinem Status geb ich den Link für die Petition durch.
Es war fast aberwitzig, unseren Müll wieder mitzunehmen nach dem Picknick… Im Dorf bekamen wir auf die Frage ob niemand den Strand sauber macht die Antwort, dass die Stadt kein Geld dafür hat.
Aber wir haben wenigstens ein bisschen recycelt. Um zwischendurch mal Kaffee und Tee zu trinken haben wir 2 Becher gesammelt.
