Das Land mit den vielen Vulkanen

39 an der Zahl, davon 3 aktiv. Den 4. höchstens habe ich heute bestiegen

Um 4.20 Uhr hat mein Wecker geklingelt, um 5.30 Uhr ging’s los auf den Santa Maria. Wir starteten auf 2400m.

Es war richtig viel los. Die indigene Bevölkerung geht auf Vulkane, um dort ihre Maya-Zeremonien zu feiern. Wir bepackt mit Wanderequipment wie man das als Europäer halt so macht. Die Indegenas in ihren Trachten und mit Blumen.

Man beachte die Schuhe. Das waren noch welche mit Riemen, viele hatten nur Schlappen an.

Wir kamen dann zuerst in die Wolken…

…und dann waren wir über den Wolken!

Hier der Blick auf einen Vulkan mit Krater
Unser Guide mit dem Hund vom Parkplatz, der uns treu die komplette Strecke gefolgt ist. Unser Guide hat schon gute 500 mal diesen und einen anderen Vulkan bestiegen. Für ihn fühlt es sich nicht an wie Arbeit. Er ist viel lieber hier in den Bergen als in der Stadt, wo alle wütende Gesichter haben, es laut ist und stinkt.

Und tatsächlich sind hier alle fröhlich, trotz Anstrengung. Alle grüßen sich und motivieren sich gegenseitig.

Der Blick auf die Vulkane am Lago de Atitlan bis nach Antigua. Dort pustet der Pacaya eine Wolke in die Luft!
Die Baumgrenze ist kurz vor der Spitze erreicht.
Und nach 3,5 h haben wir es auf 3772m geschafft! Ich bin super stolz auf mich! So hoch oben war ich aus eigener Kraft noch nie!
Manche haben erst mal geschlafen.
Andere schon ihre Zeremonien gefeiert. Mit Eiern wird über den Kopf gestrichen um sie dann ins Feuer zu legen. Es wird gesungen und gejammert. Leider weiß unser Guide da nichts drüber.
Was jedoch sehr traurig ist, dass gerade diese indigenen Menschen, die eigentlich so nah an der Natur sind, ihren Müll einfach liegen lassen. Ob es nun an ihrem harten Alltag liegt, an der oft schlechten Schulbildung oder dass sich die Regierung nicht um mehr Aufklärung kümmert, auch das konnte mir unser Guide nicht sagen.

Und dann ist es mal wieder die Natur, die es schafft, dass die Gänsehaut gar nicht mehr verschwinden will.

Der aktive Santiaguito

Er stößt ständig Rauch aus, es riecht nach Schwefel und ist einfach…magisch! Eine Stunde verbringen wir dort oben ohne dass wir das Glück haben dass er doch noch etwas spuckt.

Santa Maria selber hat keinen Krater wie man sich das so vorstellt. Von ihm aus kann man aber 19 Vulkane sehen. Und bei gutem Wetter auch den Pazifik.

Man sieht sogar noch einen Vulkan in Mexico

Und mit schweren Beinen geht es wieder nach unten. Tatsächlich nicht ganz ungefährlich, da der beim Aufstieg noch teils gefrorene Boden nun schlammig ist und der restliche Weg sehr staubig. Beides hat jeden von uns mal zum rutschen gebracht. Eine aus unserer Gruppe ist tatsächlich so abgerutscht dass es richtig gefährlich geworden wäre, wäre da kein Gebüsch gewesen, was ihren Sturz aufgehalten hat.

Man sieht den Menschen, die uns begegnen, sofort an, ob sie in den Bergen wohnen. Sie sind so wahnsinnig schnell unterwegs. Selbst die Kinder scheinen das unproblematisch zu schaffen. Sie leben ihren Alltag dort und tragen dann eben auch schwere Lasten die Hänge hoch oder runter. Ohne Gepäck rennen sie quasi an uns vorbei.

Beim Hoch hab ich mich gefragt, warum die Bäume oft so „verletzt“ sind. Die Menschen nehmen ihr Brennholz für die Zeremonien soweit oben wie möglich mit. Die Feuer duften herrlich mit dem Holz der Kiefern.

Was für ein schönes Erlebnis! Um 13 Uhr waren wir alle wieder heil unten.

Werde nun noch mit den 3 deutschsprachigen Menschen, die auf der Tour dabei waren, ein Bier trinken und dann vermutlich sehr gut schlafen.

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