Eine letzte Mission

Mit 4 Generationen ging es früh um 7 los Richtung Küste.

Federico liebt es unterwegs zu sein. Leider kann er mit seinen 82 Jahren nicht mehr weit laufen und nicht mehr Autofahren. Also nutzt er jede Chance, raus zu kommen. Luis, sein Enkel fährt uns zu einer Familie, die wir unterstützen wollen.

Alex ist 10 Jahre alt, Authist und Epileptiker.

Wir brachten ihm seine Medikamente. Seine Mutter fing vor Dankbarkeit an zu weinen.

Lidia ist 33 Jahre alt. Ihr Mann war arbeiten. Er hat keine feste Arbeit, macht was man ihm anbietet.

Sie sind vor einem Jahr von Xela hierher gezogen. Und zufrieden. Alex hatte immer Probleme mit der Kälte, und Lärm und viele Menschen machen ihm Angst. Hier bewegt er sich frei und fröhlich.

Sie haben fließend Wasser aber keinen Strom. Zu fünft schlafen sie in 2 Betten.
Yessi ist 13, geht zur Schule und will Physiotherapeutin werden. Ashley ist 6, geht in die erste Klasse.

Ich würde mir wünschen, auch für diese 3 Kinder noch eine Patenschaft zu finden. Miriam wird auf jeden Fall noch ein Bett besorgen von den Spenden.

Wir haben Frühstück bekommen.
So geht „Einkaufsladen“ spielen auf guatemaltekisch.
Diese Henne wurde noch geschlachtet. Die gibt’s an Ostern. 
Die Toilette hat einen extra Abfluss mit Rohr. Das restliche Abwasser läuft über den Graben ab.
Eine wahnsinnig starke, geduldige und liebevolle Frau die ich am Weltfrauentag kennen lernen durfte. Dass sie keinen Strom haben, nimmt sie dankbar an. Sie haben viel Zeit mit den Kindern, da kein Fernseher oder Handy ablenkt. Sie haben schöne Gespräche wenn es dunkel wird und sie genießt es, denn irgendwann sind die Kinder aus dem Haus…

Zurück in Xela bin ich nochmal los, Schulbücher und -materialien kaufen.

Danke 🙏! Die Familien müssen sogar das Klopapier für die Schule kaufen.

Am Abend war ich eingeladen, in einer Sprachschule zu einer Maya Zeremonie.

Die 4 Farben sind die Farben des Mais. Es wird der Ort an dem die Sonne auf- und untergeht symbolisiert, wie der Ort wo der Wind herkommt und verschwindet. Der Himmel und die Erde.

Es gibt 20 Energien und man kann jederzeit dem Feuer was übergeben.

Vor allem Kerzen, Schnaps und Tabak werden verbrannt. Auch Schokolade, Süßigkeiten, Sesam, Zucker. Von allem darf man natürlich auch probieren.

Mein Nawal, meine Energie, ist das Maiskorn. Was bedeutet, dass meine Hände, mein Tun sehr fruchtbar wäre. Dass ich jemand bin, der Neues anpackt. Aber diese Energie sei auch sehr stolz, und tut sich schwer, sich zu entschuldigen…

Jetzt sitze ich im Bus Richtung Mexiko. Traurig, meine lieben Menschen hier wieder verlassen zu müssen.

Aber ich freu mich auch auf Zuhause! Obwohl ich gespannt bin, was mich erwartet. Gerade wird im Bus eine Predigt gehalten, wo der Krieg in der Ukraine Thema ist und auch für Deutschland mitgebetet wird. Davor wurde ich gefragt ob es 2 Deutschland gibt…

2 Kommentare zu „Eine letzte Mission“

  1. So schön, traurig, mitfühlen, herzerwärmend und tief beeindruckt von deiner Reise und all dem was du erlebt und Gutes getan hast 😍…Danke fürs teilen 😘… nun wünsch ich dir, wie du für einige dieser Menschen ein Schutzengel bist, dich auch einer auf deine Heimreise begleitet und du sicher wieder nach Hause ankommst 🙏🏼
    Drücker sämsche

    Like

Hinterlasse einen Kommentar