Zugfahren

Weiter ging es erst einmal noch mit dem Taxi nach Ella. Ein touristisches Dorf im Gebirge.

Wir sind dann von dort aus an diesem Nachmittag mit dem Zug nach Badulla gefahren. Dem wohl schönsten Teil der Strecke.

Um an den Bahnhof zu kommen, hat uns unser Gastgeber über die Bahngleise geschickt…

Erst mal war es uns schon etwas mulmig zumute. Aber wenn das alle so machen.

Am Bahnhof wird alles noch von Hand gemacht und wirkt ein bisschen wie bei Harry Potter…

Als der Zug einfuhr wurde tatsächlich mit der Glocke geläutet.

Dann ruckelte der Zug los durch wunderschöne Landschaft…

…und über hohe Brücken. Die Nine Arches Bridge, ein weiteres Foto-Highlight in Sri Lanka, war über und über mit Touristen übersät, um uns zu fotografieren 😉 Da war das Foto vom Zug aus auf der nächsten Brücke wesentlich schöner.

Bis Badulla fahren nicht viele Touristen. Es ist eine verkehrsreiche Stadt ohne Besonderheiten. Aber das kommt immer auf das Auge des Betrachters an.

Ich hab noch nie so eine große Zimtstange gesehen. Und auch die Bohnen sind mega…

Und wenn sich jemand schon freiwillig fotografieren lassen möchte und das noch in so schöner Kulisse – voilà…

Leider lächeln sie für die Kamera immer nicht mehr so strahlend und mit ihren meist weißen Zähnen…

Singer ist überall präsent. Allerdings sind es inzwischen wesentlich neuere Haushaltsgeräte.

Auch wir wurden neugierig begutachtet und von überall wurde gerufen und gewunken. Um 18 Uhr ging es mit dem Zug dann wieder zurück. Und dann war ich ganz mutig und wurde sogar vom Schaffner dazu ermutigt…

Auch anscheinend ein must have, ein Foto wie man sich weit aus dem Zug lehnt. Aber da bin ich echt zu feige…

…obwohl es bei diesen Geschwindigkeiten schon möglich wäre. Aber tatsächlich muss man schon am offenen Fenster manchmal Angst haben, einen Ast ins Gesicht zu bekommen. Und die Felsen und Tunnel sind oft nicht mehr als eine Armeslänge entfernt.

Wir haben auf jeden Fall Lust auf mehr bekommen und werden den nächsten Abschnitt auch wieder mit dem Zug reisen. Es gibt eine 1. Klasse mit Klimaanlage, ähnlich wie unsere Waggons. Dann die 2. Klasse in der wir gereist sind. Dort waren Fenster wie Türen offen und die Ventilatoren liefen. Und die 3. Klasse. Dort ging es auf gepolsterten Holzbänken herrlich fröhlich zu. Es wurde Musik gemacht, geklatscht und gesungen. Essen wurde ausgepackt.

Gezahlt haben wir für 20 km für uns beide 1,50 Euro. Welcher Klasse der Schlafwagen angehört, kann ich nicht sagen.

Aber bevor es mit dem Zug weiter gehen soll, werden wir am nächsten Tag erst einmal zu Fuß dieser Karte folgen…

Hinterlasse einen Kommentar