Offroad-Urlaub bei dem man auf dem Weg bleiben soll

Bevor es auf den nächsten Track ging, haben wir für 2 Tage Essen gekauft und an einer Quelle unseren Wassertank und Trinkwasser aufgefüllt. Sofort kam ein Mann herbei geteilt, der mir den Schlauch aus der Hand nahm und den Anschluss dann auch noch mit Draht und Werkzeug richtig befestigte.

Zum Dank kauften wir ihm was von seinem im Quellwasser gekühlten Bier ab.

Wir hatten in Kupres ein bisschen Schwierigkeiten, den Einstieg in die beschriebene Tour zu finden, aber mit 3 verschiedenen Navi-Apps auf dem Handy und Reiseführer musste es ja dann doch klappen. Erst ging es durch ein Waldgebiet, wo Zement abgebaut wird…

…vorbei am „Eingebetteten Stein“.

Es war eine Tour durch einsames Gebiet. Vorbei an verlassenen Dörfern…

…alles Stille Zeugen des Krieges.

Man bekommt gesagt, dass man die Wege nicht verlassen soll, dass die alten Häuser noch stehen weil sie noch nicht entmint wurden. Es fühlt sich, neben all diesen schönen, neuen, aufregenden Eindrücken doch auch sehr bedrückend an, nicht zu wissen wo da wohl noch eine von den geschätzten 200.000 Minen und Blindgängern liegt. Man kann nicht einfach mal drauf los laufen, mit dem extra neu angeschafften Pilzbuch. Denn BiH gehört zu den weltweit am stärksten verseuchten Gebieten. Ca. 8200 Minenopfer gab es bis 2019. Bis dahin sollte das Land minenfrei sein. Das wurde aber auf 2060 verschoben. Es ist wahnsinnig aufwendig und wieder mal ist u.a. die Korruption daran schuld, dass die Gelder dafür verschwinden.

Also fahren wir offroad – genießen das wunderschöne Land – und bleiben doch schön auf dem Weg.

Der führte uns vorbei an Dolinen-Feldern…

Dolinen sind trichterförmige Vertiefungen natürlichen Ursprungs – gut zu wissen. Denn sonst denkt man vielleicht an Einschusskrater…

…zum Aussichtspunkt auf unseren Schlafplatz.

Die Halbinsel Šćit im Ramsko jezero

Die letzten 3 km wurden zur großen Herausforderung. Denn aus Grad 1 von 4 wie im Reiseführer beschrieben, wurde Grad 3. Am Anfang gab es noch Bilder…

…wie von den Büschen die nicht nur den Schafen ans Fell gehen, sondern auch Fordinand an den Lack.

Dann wurde es sehr steil, loses Geröll, sehr eng, große Auswaschungen und Marius mußte sein ganzes Fahrkönnen unter Beweis stellen, Fordinand hielt sich klasse und mir als Beifahrerin blieb nichts anderes übrig als beim Spur suchen zu helfen und sonst jegliche Geräusche zu vermeiden.

Halleluja – alles gut gegangen, bis auf ein paar Kratzer mehr😳😅

Dann war nach dem wohlverdienten Bier erst einmal putzen angesagt. Denn nicht nur das Salz hatte sich auf den letzten Metern verselbstständigt…

…auch war der Zement/Staub überall.

Unsere Heck-Stoßstange

Aber wieder hatten wir einen schönen Platz ganz für uns allein…🫶

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