Andere Länder, andere Sitten

Wir hatten eine wunderschöne, sternenklare Nacht mit Lagerfeuer. Am Sonntagmorgen kam die Sonne sogar über die Berge um uns zu wärmen. (Nachts wird es echt frisch, so um die 13 Grad)

In diesem kleinen Flussbett (ca. 20m) lag so viel Müll, dass ich mir die Tüten nahm die da so rumlagen und alles einsammelte…

Die Quelle des Flüsschen… ist ungefähr 1km von uns entfernt und das Flussbett ist der letzte Kontakt mit dem Weg der daran vorbeiführt…

…ab hier hat er Kontakt mit uns Menschen…

Es kam eine Gruppe einheimischer Wanderer vorbei, die mir alle die Hand schüttelte, sich bei mir bedankten, sich ans Herz fassten 🫶 und einer half mir sogar ein bisschen.

Marius der weiter oben in der Sonne saß, wusste gar nicht wie ihm geschieht, als auch alle ihm die Hand schüttelten und sich mit den Worten:“Danke dass ihr euch um unsere Natur kümmert!“ bedankten.

Da ich am Tag vorher beim Einkaufen von je 2 Nektarinen und Pfirsichen und 4 Tomaten mit 4 Plastiktüten zurück kam, obwohl ich eine Stofftasche dabei hatte, die Verkäuferin das aber einfach überging, hatten wir den Abend vorher lange über diese Themen geredet, ob es denn was bringt, wenn sich bei uns Einzelne auf die Straße kleben/wir versuchen weniger Plastik zu benutzen… wenn in einem Großteil der restlichen Welt wenig oder gar nichts passiert…

Die Reaktion der Wanderer hatte ich in anderen Teilen der Welt schon erlebt… und ja, ich glaube, dass auch das kleine bisschen etwas, das jeder von uns beiträgt, besser ist, als nichts zu tun.

Spätestens jedoch, wenn in diesem Dorf darüber diskutiert wird, ob man das Wildcampen verbieten soll, werden diese Wanderer sagen, dass es die Camper sind, die den Müll einsammeln…

Dann hielten wir spontan bei einer Frau die gerade aus ihrem Hühnerstall kam. Ich wollte ihr welche abkaufen. Sie zeigte uns ihre magere Ausbeute von nur einem Ei, rief aber sofort zu ihrer Nachbarin rüber, die Eier für uns hatte. Ich kaufte 10, bekam eins geschenkt. Und Marius hatte in der Zwischenzeit von der anderen Frau 2 handvoll Tomaten geschenkt bekommen 🫶

Weiter durch eine wohl unbenutzte Staumauer…

…zum Boračko jezero, auf 400 Hm um Badepause zu machen.

Und dann ging es über einen einfachen Track, den ich gefahren bin, Richtung Mostar…

…lange immer wieder Ausblicke auf den See.

Der erste Teil führte durch einen Buchenwald auf eine einsame Hochebene.

Nur Schafe…
…und dieses Häuschen. Als wir zum Fotografieren anhielten, kam er raus und wollte mit uns Schnaps trinken (und wahrscheinlich auch verkaufen 😉)

Dann war plötzlich im nirgendwo der Weg wieder breit und geteert um dann im nächsten Dorf wieder zur Schotter-Piste zu werden 🙃 Über viele Serpentinen ging es dann hinunter nach Mostar (da waren uns die Campingplätze zu teuer). Unser Ziel war der Autokamp Holiday in Blagaj direkt am Fluss Buna (11€/Nacht). Zur Begrüßung gab’s ein Bier auf’s Haus, dass wir auf der schön angelegten Terasse tranken.

Und dann bekamen wir wieder mal was zu Essen geschenkt❤️Einheimische hatten zu viel Fisch gegrillt🤷‍♀️

dazu noch die restlichen geschenkten Tomaten 🙏
Andere Länder, andere Sitten. Was in so bosnischen Parks erlaubt bzw nicht erlaubt ist 🙃 ich gehe schwer davon aus dass das jemand manipuliert hat …
Ich kaufe ja gerne die Sachen in der Lebensmittel-Retterkiste, aber das Gemüse ist teilweise einfach echt durch…oder ich doch zu verwöhnt 🤔

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