
Irgendwann kommt der Punkt wo man (leider) nicht einfach weiter Richtung Süden fahren kann sondern wieder heimwärts muss/darf🥴.
Ich war früh wach, bin vor zum Fluss gelaufen und dachte noch „oh riecht das fein“ als mir die Besitzerin des Campingplatzes Frühstückskrapfen in die Hand drückte…

Wieder mal Abschied nehmen von einem kleinen Paradies… Am nächsten schönen Fleck, keine 4 km weiter, haben wir einen Angelstop eingelegt…

…ich war erfolgreicher…

Dann fuhren wir zu den Kravica-Wasserfällen. Aber da war auf dem Parkplatz so viel los, dass wir beschlossen, einfach wieder zu gehen. Mit sooo vielen Menschen verlieren die schönsten Wasserfälle ihren Zauber… Ein paar Kilometer weiter gab es ja nochmal einen Wasserfall. Auch dort kamen Busse voll mit Touristen an, aber wir erwischten einen Zeitraum wo wir fast alleine waren…


Und Marius findet irgendwie immer Fische…

Zum Baden wegen Bewuchs und schlechtem Einstieg war der Mlade eher ungeeignet…

Also ging es dann weiter in den Blidinje Naturpark. Der gleicht einer Hochsteppe in Südamerika und ist wohl komplett Minenfrei.
Am Blidinje See gibt es das Camp Blidinje (P4N)… Man zahlt 10 Euro wenn es einem gefällt, wenn nicht, zahlt man nix. Es gibt nur Dixie-Klos, einen kleinen Bauwagen mit Spüle und Kühlschrank, Getränken aller Art, Süßigkeiten, Zigaretten….Alles mit Kasse auf Vertrauensbasis.

Und mit netten Nachbarn aus dem Erzgebirge haben wir ein Lagerfeuer gemacht und einen lustigen Abend verbracht. Und die Aussicht genossen…

Ein 22jähriger Franzose gesellte sich auch noch dazu. Er hatte sich das Schlüsselbein gebrochen und durfte nicht arbeiten. Deshalb hat er sich das Motorrad von einem Freund ausgeliehen und die Zeit der Krankschreibung genutzt um bis nach Griechenland zu düsen. Er ist Hubschrauberpilot und fliegt reiche Touristen von Monaco über das Mont Blanc Gebirge.

Man lernt so viele unterschiedliche Menschen kennen, sieht so viel Neues, Ungewohntes, Schräges, Erstaunliches, Trauriges wie Wunderschönes…und hat auch die Zeit, um sich über all das Gedanken zu machen und auch, sich über seine Gedankengänge Gedanken zu machen 🙃 so ging es uns z.B. mit den unrasierten Beinen einer hübschen jungen Frau. Sie saß uns im Bus gegenüber. Ich vermutete dass es eine Türkin war. Sie hatte abrasierte Haare und war sonst eben völlig unrasiert… Ich muss ehrlich gestehen ich musste immer wieder hinschauen… ihre Beine waren so behaart wie die ihres Begleiters…schlussendlich, wir haben uns lange drüber unterhalten, war ich sogar irgendwie beeindruckt…eine Form von Freiheit… Sie hat so wenig Arbeit damit 🤷♀️ ich mit meinen langen Haaren und der Rasiererei die man ständig hat…für’s Reisen wäre es auf jeden Fall sehr viel einfacher 😉