Meine Arbeit…

…beginnt erst um 10.30 Uhr 🙂 und trotzdem bin ich gleich mal 20 Minuten zu spät gekommen… Von meiner Unterkunft bis zum Casa Base habe ich 26 km. Ich war in der Stadt einkaufen und hatte den Tipp bekommen, nicht die Umgehungsstraße zu fahren, sondern durch die Stadt… Hätte ich mal lieber auf das Navi gehört, wäre ich 15 Minuten schneller gewesen. Aber gut, bis 11 Uhr ist eh erst mal Besprechung mit Maria und allen Volunteers bevor das Tor geöffnet wird. Und dann bin ich ja in Thessaloniki 😉

Ich war heute für das Lagerhaus eingeplant. Das hieß, all das…

…soll irgendwann mal sortiert, da hin…

Und so sah es erst am Ende des Tages aus. Wir haben versucht, diese Kartons, in denen jeweils immer die gleichen Kleidungsstücke auch schon nach Größe von Vorgängern sortiert waren, in Reih und Glied zu bringen.

Aber Kleidung kann man in so vielen Katgorien sortieren. Nach Größe, Geschlecht, Jahreszeit…. was ist ein Sweater, Pullover, Longsleeve, packen wir die Wintersachen schon nach hinten oder…? Ich habe Kartonweise Bücher gefunden, auf deutsch, mit religiösen Inhalten…. Ich wollte sie aussortieren, aber nein, die sind von einer NGO hier. Also wieder zurück, einen Platz suchen, wo sie weniger im Weg umgehen.

Ich war heute zuständig, uns Volunteers Mittagessen zu kochen. Wir dürfen uns von den Dingen bedienen, die so im Lager sind. Nudeln, Reis, Kartoffeln, Bohnen und Tomaten in Dosen. Wenn wir was Frisches wollen, müssen wir das selber mitbringen. Und so werden wir uns jetzt täglich abwechseln. Draußen im Warmen haben wir unsere Mittagspause genossen.

Um 14 Uhr ist unsere Pause vorbei und vor dem Tor warten schon die ersten Frauen und Mädchen. Sofort tönt wieder Musik durch die Räume. Die einen kommen zu ihrem Termin, Kleidung auszusuchen, die anderen kommen einfach nur um in Ruhe zu sitzen und quatschen.

Und wer profitiert am meisten?!?!

Sie bekommen von dem Volunteer, der Küchendienst hat, Tee oder Kaffee angeboten und es werden Kekse und Obst verteilt. Und Toast mit Schokocreme für die Kinder. Maria sagt den Frauen aber immer wieder, sie sollen ihre Kinder im Camp bei den Männern lassen, und alleine hierher kommen um sich eine Auszeit zu nehmen.

Um in Ruhe Kleidung auszusuchen, wird die Kleine mit dem Handy bespaßt. Aber ich bin doch irgendwie lustiger

Die Hebamme unter uns versucht mit den Schwangeren in Kontakt zu kommen. Die Krankenschwester spielt Volleyball mit einer jungen Frau, der Sozialarbeiter macht mit 3 Frauen Deutschunterricht und ich richte meine ätherischen Öle her.

Gestern hatte ich den Mädchen meine Öle gezeigt und ihnen erklärt, was man alles damit machen kann. Der größte Wunsch war, Parfums herzustellen. Und einmal die Fläschchen geöffnet, wurden es immer mehr Frauen…

Der Rosenduft ist sehr beliebt, aber natürlich auch die Zitrusdüfte. Wie immer sind manche von einem Duft total begeistert und andere rümpfen die Nase. Und so wird fleißig gemischt…

… und dann dem Parfum einen Namen gegeben…

Die Liebe und das Leben sind die großen Namensgeber ♥️

Strahlend und dankbar verabschieden sich die Frauen und Mädchen nach und nach…

Aber nicht, bevor auch Maria, die gute Seele von Casa Base, eines hat!

Bis 17 Uhr räume ich/wir weiter im Kleidungslager und für die Frauen und Mädchen heißt es dann, wieder zurück hinter die Mauer ins Camp.

Wir Volunteers müssen dann noch für Ordung sorgen und putzen…

…und um 18 Uhr ist dann für alle Feierabend.

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