
Am 7. Mai ging es nachmittags Richtung Italien los, früher haben wir nicht geschafft, es gibt einfach immer noch so einiges Aufzuarbeiten zuhause… Und das kann man im Streß machen, um ja so schnell wie möglich los zu kommen, oder das Privileg eines Campers nutzen der keine Reservierung hat und auf keine Fähre muss und einfach dann los, wenn alles fertig ist.
Inzwischen kann man ja sämtliche Vignetten online kaufen. Da wir die Schweizer brauchten, wollte ich das das erste Mal so machen, allerdings ist sie da 6 Euro teurer als an der Tankstelle…Gut, man muss sie nicht wieder von der Scheibe kratzen, aber 6 Euro ist ein Spaghetti-Eis für mich 🤷♀️
Es regnete viel und war teilweise auch sehr neblig, der Schnee in den Schweizer Bergen war orange-braun (vom Sahara Staub vielleicht?!?) und wir diskutierten, ob Aquaplaning mit 3,5 Tonnen wohl weniger schnell geschieht wie mit einem PKW…
Auch Italien begrüßte uns mit Regen und 12 Grad. Wir fuhren noch ein ganzes Stück an Mailand vorbei und verbrachten die Nacht in Bolzaneto auf einem P4N Parkplatz am Bahnhof. Nachts um 22 Uhr fast leer, morgens voll geparkt, teilweise in 3er Reihen.

Wir gönnten uns ein italienisches Frühstück…

…und vermuten nun auch zu wissen, warum die Italiener ihr Frühstück im Stehen zu sich nehmen…

…da verkleckert man sich nicht die Hosen😉
Dann weiter ans Ziel: Moneglia.

Camping Smeralso – unser absoluter Lieblings-Campingplatz. Als wir uns überlegt haben, Fordinand zu kaufen, war tatsächlich auch ein Kriterium, dass er durch den Tunnel paßt. Ich war trotzdem super aufgeregt, es wäre echt hart gewesen, vor diesem Traumplatz zu stehen und nicht durchzupassen. Aber, alles kein Problem, einmal zurücksetzen, damit wir ganz um die 180 Grad Kurve kommen und da waren wir😍

Wir liefen nachmittags nach Moneglia – da wir keine Fahrräder dabei hatten. Es ist ein spannend, schöner Weg. Erst durch diese verschachtelten Ferienwohnungen durch, über Felsen klettern…

…Kiesstrand und dann über Treppen wo Klebsamen blühen und wunderbar duften.
Zuerst gab es DAS Eis schlechthin…

…in das Mangosorbet könnte ich mich reinlegen. (Da fällt mir gerade das Spaßlabor von Bayern 2 ein. Dort haben sie mal getestet, ob man in flüssiger Schokolade schwimmen kann. Ich will Journalistin werden!!!) Und dann den ersten Aperol. Leider hatte unsere „Stammkneipe“ geschlossen. Aber am nächsten Tag haben wir die neue Stammkneipe erkoren. Dort gab es nämlich zum Aperol/Bier nicht nur Chips sondern einen kleinen Vorspeiseteller, und das zu jeder Bestellung dazu…

Und das Bezaubernde war, als ich drin bezahlt und Trinkgeld gegeben habe, wurde eine Glocke geläutet und das ganze Personal hat sich umgedreht und „Gracie“ gesagt. Wie toll ist das denn bitte!!!
Als wir zurück auf dem Campingplatz waren, wurde ich traurig und musste in Erinnerung an Regina ein paar Tränen weinen. Sie hat uns diesen Platz damals empfohlen und wir haben uns genauso in ihn verliebt wie sie. RiP🙏
Der nächste Tag begann mit Sport und danach schwimmen im Meer. Wobei das bei 16 Grad Wassertemperatur ein kurzer Spaß war. Und dann waren wir einfach faul…so mit Lesen und Mittagschlaf und ein bisschen am Bus rumwerkeln und essen… Den Abend verbrachten wir mit Helmut aus Ulm, Krautschupfnudeln aus Hauerz und einer Flasche Primitivo aus dem Aldi… Immer wieder Diskussion zwischen uns und auch Helmut hatte diese Disskusion schon. Er nimmt auch gerne immer alles von daheim mit, aber zum Urlaub machen gehört eben auch die kulinarische Seite des Landes!!! Aber die Lebensmittelpreise sind in Italien mindestens genauso hoch wie bei uns, manches sehr viel teurer (Pilze im Glas oder Haferflocken), weniges billiger (Kaffee und süße Stückchen).
Der Abend wurde jäh von unserer Nachbarin beendet. Wir haben uns wohl zu laut unterhalten… 3 Menschen, 1 Flasche Wein und Gespräche über Gott und die Welt auf einem Campingplatz…
Und dann, schweren Herzens wieder mal weg von Moneglia und weg vom Meer. Ich weiß nicht warum, aber sobald ich am Meer bin, ziemlich egal wo, fühl ich mich, als ob ich dahin gehöre…
