Therme und Hippies

Da wir auf dem Kiesparkplatz der Winzerei standen, ohne Baum und irgendwie ungemütlich, sind wir nach dem Aufstehen los. Einen schönen Platz zum Frühstücken finden! Wir folgten dem Navi und standen plötzlich vor einer Furt. Da leuchteten die Augen von Marius…

Bei Montemassi am Friedhof fanden wir den Frühstücksplatz (P4N) mit Aussicht…

Bei uns hatten sich Antonia und Kai gemeldet, mit denen wir letztes Jahr in Bosnien einen sehr lustigen Abend verbracht hatten (bis der Magen-Darm-Infekt kam). Wir hatten nach der Horrornacht den Campingplatz früh verlassen um einen mit ordentlicher Toilette zu suchen. Konnten uns nicht mal verabschieden, aber ich hatte ein Zettelchen geschrieben und so sind wir seither in Kontakt geblieben. Sie wollten uns auf dem Weg nach Italien zuhause besuchen 🤷‍♀️ Da haben wir uns in der Toskana verabredet. Wir wollten auf dem Weg zum gemeinsamen Agricamper aber noch zu einer der vielen Thermen, die es in der Toskana gibt. Das Ziel: Bagni di Petriolo.

Es gibt dort ein richtiges Thermalbad. Aber rechts und links davon fließt das heiße Wasser über zum Teil künstlich angelegte Becken, zum Teil aber auch durch die Natur geformte. Und das ist öffentlich zugänglich. Wir landeten auf der Seite, die Hippies und Freunde des FKK für sich beansprucht haben. Da hatte jemand liebevoll gestaltete Schilder aufgehängt, einer saß nackt vor seinem Planenzelt und Marius wollte sofort wieder den Rückwärtsgang einlegen.

Wir hatten eine kleine Diskussion darüber, ob es unhöflich ist, bekleidet zu baden, wenn alle nackt sind? Es sind keine offiziellen Schilder, sondern von den Hippies, die hier ja offensichtlich auch leben, aufgehängt. Aber so schön es auch war, wir versuchten auf der anderen Seite der Therme unser Glück! Und da waren alle in Badekleidung, bis auf die Hippies, die dort schon Mittags Gitarre spielten und ordentlich einen sitzen hatten.

Die Temperatur war unterschiedlich in den Becken. Die ganz oben waren richtig heiß, so dass die ganze Haut sich anfühlt als ob man in ein Nadelkissen sitzt. Die weiter unten waren weniger heiß.

Und der schöne Abschluß ist dann der Fluß, der unten kühl vorbei fließt. Wir faulenzten eine ganze Weile und beobachteten den Gras-Dealer bevor wir uns auf den Weg Richtung Florenz machten.

Beim Agricamper Il Cavallone Azienda Agricola in Montelupe wurden wir gleich von 2 Hunden begrüßt, einer mit Maulkorb. Marius hielt im Hof und meinte, ich soll aussteigen um uns anzumelden. Aber erst als die etwas unfreundliche Besitzerin kam, bin ich raus. Wir durften uns unseren Platz zwischen Olivenbäumen selbst aussuchen…

…und kaum hatten wir geparkt, waren Antonia und Kai auch schon da.

Zu uns gesellten sich dann schnell die 2 freilaufenden Pferde, die richtig frech sind. Die wissen, dass es bei den Campern was zu essen gibt und inspizierten alles ganz genau….Sogar den Bus. Und auch wenn unser Fordinand groß erscheint, der eine hat mit seinem Kopf den Seiteneingang ausgefüllt…

Wir hatten das Abendessen dort gebucht, so wie 2 andere Pärchen aus Deutschland. Und so gab es toskanische Küche mit einem leckeren Hauswein.

Während dem Essen wurde dann leider einer der anderen Gruppe von Bruno gebissen. Dieser hatte seinen Maulkorb nicht auf. Er wollte „Hallo“ sagen und ist ganz langsam auf ihn zu, aber warum auch immer, Bruno hat sich bedroht gefühlt und hat geschnappt. Es war eine Schürfung und ein großes Hämatom, auch eine Zehe war durch die Kralle aufgekratzt. Wenn er wirklich zugebissen hätte, dann hätte das anders ausgehen können. Da war die Stimmung natürlich etwas gedrückt. Dem Sohn der Besitzerin hat es furchtbar leid getan. Er wollte gerade los auf einen Sanitäterkurs als es passierte…

Wir hatten aber schöne Gepräche mit Kai und Antonia. Sie haben ähnliche Ideen was ihre Zukunft betrifft wie wir und es ist schön, Gleichaltrige zu treffen. Wir sind ohne Kinder in unserem Alter eine Seltenheit beim Campen. Wir treffen Rentner, die ausserhalb der Ferien reisen, oder sehr viel jüngere Menschen, die noch keine Kinder haben und auch die entspanntere und günstigere Zeit vor und nach den Ferien ausnutzen. Und so verging die Zeit, wir tranken auch noch den Hauswein der 2 anderen Pärchen, die sich früh verabschiedeten. Wir erzählten uns unsere Anekdoten, Erlebnisse, Freud und Leid beim Reisen und genossen die laue

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