Nochmal Italien

Unser Septemberurlaub sollte uns eigentlich wieder in den Balkan führen. Aber wir hatten noch das gültige Agricamper-Ticket, Italien war im Mai so schön UND die Abruzzen standen noch im Raum. Ja, die Abruzzen, der schwarze Fleck Italiens, den irgendwie nur wenige kennen, und auch wenige besuchen. Also ging es am 5. September über den San Bernardino, der gerade wieder offen war nach dem Erdrutsch, Richtung Süden.

Wir fuhren bis Modena und schliefen dort auf dem Parkplatz eines Rugbystadions (P4N). Wir wurden nachts mal geweckt weil einer seinen Glasmüll entsorgte und ab halb 8 kamen ständig Autos und Busse. Aber die Menschen waren uns wohlgsonnen, einer gab mir in perfektem Englisch Toiletten- und Frühstückstipps.

Und das durfte nicht fehlen, das typische italienische Frühstück…

Ich bekam sogar einen Tee und dann fuhren wir weiter. Caiazzas waren auf dem Heimweg und über Nacht in Bologna, aber leider war es einfach zu spät oder zu knapp um uns noch zu treffen.

An Bologna vorbei (Amore meine Stadt) und Rimini (ich glaub ich liebe deinen Duft, wenn du aus dem Wasser steigst – Ennio) nach Scerne an der adriatischen Küste. Endlich Meer und einen Stellplatz (P4N) nur durch einen Fahrradweg vom Meer getrennt…

Das Wasser super warm, ein Schattenplätzchen, Buch lesen, Gin Tonic und tagträumen, was will man mehr…

Bevor wir uns Pizza holten, sind wir noch Biertrinken gegangen. Ich frag mich was die Frauen in Italien machen, wie schon beim Frühstück in der Bar nur Männer…

Super lecker Pizza in erster Reihe😉…

Der Parkplatz auf dem wir standen war dann bis Mitternacht doch stark frequentiert. Klar, Freitag Abend, aus dem Dörfchen kam Musik. Aber wir haben gut geschlafen.

Ich bin morgens sofort ins Meer – was gibt es für einen schöneren Start! Dann ein bisschen Sport und nach einer Dusche im Strandclub, Frühstück mit Meerblick…

(Kleine Randbemerkung, gerade wedelt mir ein Wildpferd mit seinem Schweif im Gesicht herum 😅 Bilder dazu dann später.)

Nachdem das Auto wieder gepackt war, mussten sämtliche Besorgungen gemacht werden. Dann ging es Richtung Hinterland. Vorbei an stark bewirtschafteten Landstrichen, mit sanften Hügeln, auf jedem sitzt ein kleines Dörfchen. Ziel war das Gran Sasso Gebirge. Dort wurde die Landschaft sehr viel schöner, wir fuhren auf einer alten Straße durch grüne Hänge und ganz hoch oben war der „große Stein“ immer wieder zu sehen…

Unser Ziel war Prati die Tivo, ein Skigebiet. Nur Parkplätze und Hotels. Aber uns fesselte sofort der riesige Buchenwald. „Komm, lass uns anhalten und nach Pilzen schauen“. Und als wir geparkt hatten mussten wir beide lachen, weil wir vom Autofenster aus schon 4 riesige Maronen hätten sammeln können. Wir waren sehr euphorisch… am Ende waren es 2 Pilze…

Grund war, dass wir ca. eine Woche zu spät dran waren, und wir natürlich nicht die einzigen waren, die dort sammeln. Aber es war eh zu heiß um zu wandern, und diese riesigen Buchenwälder sind so wunderschön, da hält man sich gerne auf.

Wir fuhren noch ein paar Serpentinen weiter bis zum Ende vom Weg (P4N). Als uns die Carabinieri freundlich winkten, wussten wir, hier dürfen wir bleiben.

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