Doch noch Wölfe – und schlechtes Wetter

Bevor wir weiterfuhren wurde noch im Hofladen eingekauft. Ricotta, Pecorino, ein Pesto aus der Knoblauchblüte und Safran. Safran wird im Tirino-Tal angebaut. Und der Chef des Hofs hat sich noch bei mir vorgestellt. Er ist sehr charismatisch und hat als Bio Schäfer einiges bewegt…

Es gibt Zeitungsartikel aus der ganzen Welt über ihn und seine Idee vor 24 Jahren, Patenschaften für die seltenen Abruzzen-Schafe zu vergeben. Für 350 Euro bekam man sämtliche Produkte die das Schaf produziert.

Er hat wohl irgendwann mal Betriebswirtschaft studiert und hat hier einen riesigen Betrieb mit Hofladen, Ferienwohnungen, Campingplatz mit allen Services. Die Entsorgung ist orginell…

Dann ging es eng am Fels und über dem Abgrund durch die grüne Sagittario-Schlucht. Vorbei am Lago di San Domenico, einem Stausee, wo die alte Brücke dem Druck wohl nicht ganz standgehalten hat…

Es ist unfassbar, wie diese Dörfer alle bis an das Ende der Felsen gebaut werden…

Frühstückspause am Lago die Scanno. Wenn wir nicht so faul gewesen wären, dann hätten wir ein bisschen wandern und den See von oben fotografieren können. Da hat er, von der richtigen Stelle aus fotografiert, eine Herzform…

Weiter ging’s in den nächsten Nationalpark…

Überall Warnungen, langsam zufahren, wegen Bären…

Wir mussten aber nur wegen Pferden und Ziegen langsam tun, die von den großen Abruzzen-Hirtenhunden bewacht werden…

…und die nehmen ihren Job ernst, halten auch Autos auf, die sich ungeduldig durchdrängen wollen.

Über den Lago di Barrea ging es zum Wolf Camping. Dort lebt Wild mit auf dem Platz, völlig entspannt…

Und das, obwohl man nachts Wölfe hören soll. Ein wunderschöner Campingplaz im Wald. Und im Dorf gibt es ein Wolf-Zentrum, mit einem Areal wo Wölfe gesund gepflegt werden, bzw. zu wissenschaftlichen Zwecken untersucht werden. Die die ausgewildert werden können, dürfen dann wohl auch zurück in die Natur. Und da war einer…

…hätte mich ein Mann nicht darauf aufmerksam gemacht, ich hätte ihn nicht gesehen…

…finde den Wolf!

Und dann, als es dunkel wurde, hörten wir sie. Es war ein ganz anderes Jaulen wie wir uns das so vorgestellt hatten bzw. wie man es so typischerweise kennt. Es sind aktuell 6 Wölfe in diesem Areal. Es war sehr beeindruckend🙏

Es hatte den ganzen Tag immer wieder geregnet. Da das Wetter in den Abruzzen und auch an der Adria schlecht bleiben soll, haben wir schweren Herzens beschlossen, den Weg an die Westküste zu nehmen. So vieles hätten wir noch gerne gesehen. Und so ging es am Freitag Richtung Rom. Wir übernachteten beim Agricamper „Cantine Eredi dei Papi“

zwischen Olivenbäumchen mit Sicht auf Rom…

Die Idee war, mit dem Zug nach Rom rein zu fahren, aber es regnete die ganze Zeit und dann waren wir auch zu spät dran.

Am Samstag wurde das Wetter wieder schön. Da wir nicht so die Großstadtmenschen sind und schon gar nicht an einem Wochenende, fuhren wir Richtung Meer. Völlig erschlagen von den vielen Autos und der verbauten Gegend bis weit außerhalb Roms.

Frühstück-Stop am Kratersee des Vulcano Laziale mit wunderschöner Aussicht…

Und schließlich landeten wir bei Sabaudia auf dem Campingplatz Sabaudia unter Pinien, nur durch eine Straße vom naturbelassenen Strand getrennt.

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