Livorno

Wir hatten noch einen Tag mit mässigem Wetter vor uns. Und auf dem Weg Richtung Norden kamen 3 größere Städte, die wir uns anschauen konnten. Pisa, Lucca und Livorno. Ich las etwas aus dem Reiseführer vor (Lonely Planet) und wir entschieden uns, hauptsächlich wegen der Kategorie Essen, für Livorno.

Für uns war Livorno einfach die Hafenstadt, von der aus man nach Sardinien oder Korsika aufbricht…

Aber tatsächlich hat diese Stadt sehr viel mehr zu bieten. Sie wird auch Klein Venedig genannt…

Wir waren wie immer zur Siesta-Zeit in der Innenstadt. Das hieß wieder mal, alles zu 🫣Auch der Markt. Und leider hatte die eine Konditorei, Antica Friggitoria, die eine der Spezialitäten Livornos zubereitet, Mittwoch nachmittag komplett geschlossen. Dort gibt es Frati (Krapfen), die es sonst so nirgends gibt. Und Scagliozzi (frittierte Polenta), die seit 1920 hergestellt werden.

Wir mussten aber trotzdem nicht hungern, es gab auch wieder ein sehr leckeres Eis und ab 17 Uhr hatte die nächste traditionelle Einrichtung wieder auf. Herrlich, genau nach unserem Geschmack. Nicht nur das Essen, das ganze Ambiente…

„Antica Torteria Da Gagarin“. Dort gibt es „5 e 5“, ein Sandwich (das Brot dazu kann man sich aussuchen), das mit Kicherebsenpfannkuchen, optional zusätzlich Aubergine, belegt wird. Hier kommen Alt und Jung, Einheimische wie Touristen zusammen, lassen sich von der Mama bedienen…

Es ist ein Kommen und gehen sondergleichen. Genauso wie das Geschmackserlebnis. Man kann die Torta de Ceci auch einfach nur so essen…

Wir spazierten weiter durch die Gassen…

Ich hab das erste Weihnachtsgeschenk gekauft. Wir genossen das erstaunlich gute Wetter, liefen an den Wasserstraßen entlang…

…bis die eine Osteria öffnete, die eine der besten livornesischen Gerichte macht. „Cacciucco“. Eine Fischsuppe mit viel Fisch und Meeresfrüchten in einer Tomatensauce aus San-Vicenzo Tomaten. Wohl allein dafür lohnt ein Besuch in Livorno, stand im Reiseführer…

Mir zu viel Getier drin, aber Sauce war lecker und Marius hat es sehr geschmeckt. Tatsächlich gab es hier als Vorspeise die Polenta und auch die Frati…

…und so liefen wir mit vollem Bauch wieder zum Bus. Den hatten wir zwischen Hafen und Altstadt sicher und super günstig auf einem Parkplatz (P4N) abgestellt.

Zum Schlafen war es dort aber nicht wirklich einladend. Also fuhren wir aus Livorno raus, in den Nebenort Calambrone. Dort war bei P4N ein Parkplatz am Ende einer Straße in einer Siedlung eingetragen. Wir fühlten uns wohl und schliefen bevor es zum letzten Halt unserer Reise ging.

Fun fact: In Italien gibt es auch Kondomautomaten. Und wenn man niemand hat für die Kondome, dann gibt es auch Dildos zu kaufen 😉

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