Tara – Canyon

Der zweittiefste und auch zweitlängste Canyon der Welt. Bis zu 1500 m hat er sich ins Durmitormassiv eingegraben. Und wir konnten vom Camp auf ihn herunterblicken…

Auf der großen Brücke, wie auch davor und danach waren Baustellen und unsere Nachbarn hatten sich die Brücke etwas genauer angeschaut und meinten, dass in Deutschland da keiner mehr drüber fahren dürfte…

Der Sonntag Morgen begann gemütlich, wir tauschten noch Handynummern und einer nach dem anderen zog seiner Wege. Wir wollten natürlich noch ans Wasser runter. Die letzten 500 m mussten wir laufen…

Ein kalter, klarer Fluss. Danach führte uns der Weg an einem Aussichtspunkt vorbei. Das war wenig spektakulär. Die gesperrte Straße hätte am Canyon entlang geführt. Man kann nicht alles haben🤷‍♀️

Da uns der lange Umweg empfohlen wurde, da es gute Straßen und landschaftlich schön sei, sind wir also bis fast an die serbische Grenze hoch und dann wieder ins Landesinnere. Das Wetter war weiterhin bescheiden, 15 Grad und Wolken. Aber die Natur gibt ihr bestes und zeigt sich in den schönsten Herbstfarben…

Zwischendurch mal anhalten und Straßenhunde füttern…

Wir wollten nun heute den Track fahren und dort an Berghütten übernachten. Der Track ging durch den Biogradska Gora Nationalpark. Es kostet 4 Euro Eintritt pro Person. Ich saß mit dem Trackbook auf dem Schoß am Start, um uns zu navigieren. Aber dann stand am Ende des Parkplatzes, also am Beginn des Tracks, ein Auto im Weg. Wir stiegen aus und ein Parkranger kam, der meinte, dass dort so viel Schnee liegt, dass der Campingplatz an den Berghütten seit einer Woche geschlossen hat. Und er nicht wüsste, ob er überhaupt befahrbar ist. Vor ein paar Tagen sei einer hoch gefahren und hat die vielen Bäume, die bei dem Sturm umgefallen sind, aus dem Weg geräumt, aber wie gesagt, ob das oben befahrbar wäre, müssten wir im Infozentrum fragen. Da kam die klare Antwort, keine Chance.

Enttäuscht, dass auch der 2. Anlauf nicht funktionierte gingen wir noch am See spazieren…

Aber es war kalt und nun hatten wir genug von den Bergen. Marius hatte auch in einem Forum gelesen, dass es momentan in Montenegro über 1700 m Höhe einfach schwierig bis unmöglich ist, wegen des Schnees zu fahren. Wir verbrachten die Nacht in Kolašin, ein Wintersportort, beim Sportzentrum. Als wir uns dort auf den Parkplatz stellten, sahen wir einen Mann beim Müllsammeln. Den fragte ich dann auch, ob es okay wäre, die Nacht hier zu verbringen. Er hatte eine Jacke mit Security Aufdruck an und war super freundlich. Er gab mir die Hand und erklärte mir, dass es sein kann, dass Jugendliche hier zum Kiffen auftauchen und nachts eben keine Security wäre. Aber wenn uns das nicht stört, dann könnten wir hier gerne stehen. Es ist wirklich schön, wie sehr die Menschen hier auf die Sicherheit der Touristen bedacht sind.

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