
Der Plan war eigentlich, den ganzen Donnerstag am Strand zu bleiben, weil die Wetter-App Regen erst für nachmittags angesagt hatte. Wir wollten die Düne hoch und ich mich runterpurzeln… Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Wobei ich mich, glaube ich, schon noch mehr gefreut hätte, wenn ich diese Düne runtergewirbelt und danach im Meer gebadet hätte…
Da es aber schon tröpfelte und ich echt keine Lust hatte, im Sand stecken zu bleiben, uns stundenlang frei zu buddeln oder zu schauen, wo wir jemand mit einem Traktor herbekommen, war es echt okay für mich, zu fahren.
Auf dem Weg haben wir wieder versucht, einem Straßenhund Futter hinzulegen, aber die haben so Angst, sobald man aussteigt, und laufen davon. Wir hoffen einfach, dass er zurück kam und es gefressen hat.
Dann kamen wir in die erste Stadt direkt am Meer. Shëngjin. Die Straße führte durch Militärgebiet an einem Wachhäuschen vorbei. Schräg🙃 Und dann lag sie mit ihrer ganzen Hässlichkeit vor uns…

Es war Regen angesagt. Unsere Idee, nach Tirana zu fahren und uns dort ein bisschen was anzuschauen. Wir fuhren zum Camp Dajit (10 Euro/ Strom 3 Euro)…

Es ist eine kleine grüne Oase am Stadtrand mit ganz viel Hühner, Enten, Truthähnen, 2 Kühe. Sie fanden es spannend, als wir Yoga gemacht haben…

Mit dem Bus fährt man für 40 Cent pro Person tagsüber in 45 Minuten ins Zentrum. Wir begannen unsere Tour auf dem Skanderbeg-Platz. In alle Richtungen sieht man verschiedenste Hochhäuser…

Wir bummelten ein bisschen umher, hoben nochmal Bargeld ab. Was kurz zu einem riesen Theater führte. Man zahlt zwischen 6 – 9 Euro Gebühr, grundsätzlich. Und dann sind die Banken noch so unverschämt, dass sie einem 2 Möglichkeiten anbieten. Einmal in Landeswährung mit den erwähnten Gebühren. Und einmal rechnen sie um in Euro und dann sind es insgesamt 33 Euro Gebühren. Man klickt, weil man es ja weiß, in Landeswährung an. Dann geht wieder ein Fenster auf, es zeigt wieder den hohen Betrag an und ich drück den falschen Knopf. Ohne nochmal bestätigen zu müssen sind schwupp, 33 Euro Gebühren erhoben. Marius stand hinter mir, ruft nein, mein Finger hatte schon gedrückt… Soooo ärgerlich. Für 33 Euro kann man locker 2 mal Essen gehen.
Dann besuchten wir Bunkart2…

Ein sehr intensives, ausführliches Museum über die kommunistische Zeit in Albanien…

Alles unterirdisch in einem Bunker…

…ständig lief im Hintergrund eine Sirene. Letztendlich ähnlich/gleich der DDR, man nannte die Spione Fuks und bis 1990 wurden Menschen an der Grenze getötet…

Es wurde aufgezeigt, wie die Menschen abgehört wurden. Auch die Foltermethoden wurden ausführlich beschrieben…

Es wurde immer bedrückender, die Räumlichkeiten trugen dazu bei…

Wieder einmal dankbar, in was für einem Teil Erde wir geboren wurden🙏
Und dann sind wir natürlich die Kulinarik auskosten gegangen. Auf dem Markt noch Bergtee gekauft und dann gabs Köfte für Marius und Fërgesë (ähnlich Ricottakäse mit Paprika und Tomaten) und Bohnen mit Reis für mich…

Ein Besuch in einer Shishabar gehört auf dem Balkan irgendwie dazu…

Und dann problemlos mit dem Bus wieder zurück…
