
Wieder regnete es beim Aufwachen. Und die Berge, wo wir eigentlich stehen würden, waren in dicke Wolken gehüllt. Aber das Wetter war ab mittags besser angesagt. Also fuhren wir auf direktem Weg Richtung Meer. Ein anderer Grund ist auch die Wasserqualität. Im Reiseführer bin ich auf eine Internetseite gestoßen (eea.europa.eu), wo von sämtlichen Ländern die Wasserqualität eingetragen ist. Und inn Albanien ist überall dort, wo die Touristen sind, also die größeren Städte am Meer, die Wasserqualität so schl, dass. an da eigentlich nicht baden sollte. Die Abwasser werden dort überall ins Meer geleitet…
In Spille entsorgten wir noch unseren Müll, da hat diese Dame unentwegt mit Marius gesprochen…

Wir fuhren am Ort und den Hotels vorbei und stellten uns dann auf die Dünen (P4N)…

Nach dem Yoga kam dann auch noch die Sonne raus und so war sogar Baden noch drin…

Der kühle Wind wurde im Laufe des Nachmittags immer stärker, und so gingen wir Feuerholz sammeln. Das war nicht schwierig, es lag einiges am Strand rum, und hinter den Dünen war ein Pinienwald…

Das Pinienholz ist schwer zu sägen, also war es uns dann auch wieder warm.
Bei Sonnenuntergang zündeten wir unser Lagerfeuer an…

Ich telefonierte noch mit meinen Mädels, die (fast) alle beieinander waren. Das habe ich sehr genossen!

Marius und ich haben es gut miteinander und uns viel zu erzählen, aber mal wieder anderen Input habe ich durchaus genossen.
Und der nächste Tag begann mit Frühstück auf der Düne…

…einem Anruf bei meiner Familie und dann einfach vor sich hin leben. Wir lesen gerade beide „Wenn unsere Welt kippt“. Eine Coming-of-Age-Saga die uns beide an unsere Ebooks fesselt. (Davor war es „Soweit der Fluss uns trägt“, so traurig aber so schön). Außerdem bin ich noch am Adventskalender herstellen, Sport passte auch super rein. Marius angelte. Ein Spaziergang am Strand mit Telefonat. Essen natürlich, nochmal Holz sammeln und abends wieder Lagerfeuer. Schwimmen im Meer nicht zu vergessen. Und wir sind uns noch nicht so ganz einig geworden, welche Kühlerfigur wohl die Bessere wäre…

Leider haben wir nur tote Tiere am Strand gefunden…

So ging auch der zweite Tag vorbei.
Ich bin nach Spille gelaufen. Es war Sonntag, deshalb ein paar wenige Menschen am Strand…

fast alle Restaurants verbarrikadiert…

…und die Straßen wie leergefegt…

Ich kann das nicht verstehen. Überall wo wir in der Nachsaison waren auf unseren Reisen, sind die Orte am Meer wie verlassen. Wo sind die ganzen Menschen, die den Sommer über hier arbeiten. Warum behalten sie die Infrastruktur nicht auch den Winter über bei. Haben sie wirklich alle den Winter über Jobs im Inland?!? Warum genießen sie nicht diese ruhige Zeit am Meer?

Beim Zurücklaufen kam mir ein Mann entgegen, der mich mit Handzeichen aufhielt und mir dann aus seiner Tüte Trauben in die Hand drückte, noch einmal freundlich winkte und weiter lief.
Der Strandort Spille ist sauber, bis zum letzten Restaurant. Dann auf einen Schlag wieder Müllhalde…

Auch der Teil Strand, an dem wir stehen, ist vermüllt und in den Dünen zwischen den Sträuchern wird Müll einfach abgeladen…

Dafür haben wir echt kein Verständnis. Der Wind und der Regen kann vieles mit sich reißen, was dann irgendwann im Meer landet und dann am Strand wieder angespült wird. Aber zwischen den Dünen standen Kinderwägen, volle Mülltüten, Matratzen…
In jedem Urlaub ist das Thema, und wir verlassen jeden Platz ein bisschen besser, als wir ihn vorgefunden haben. Aber immer wieder fühlt es sich so ohnmächtig an. Es gibt große Mülltonnen und wir haben auch schon ein Müllauto fahren sehen. Als wir unseren Müll entsorgt haben, redete diese Dame unentwegt auf Marius ein
Marius hatte die tolle Idee, dass alle Straftäter tagsüber doch Müll sammeln könnten 🤷♀️
So schön dieser Platz ist, das war doch ein Wehrmutstropfen. Und auch die Stechmücken, die in der Dämmerung über uns herfallen und auch morgens noch eine Zeit lang aktiv sind.
Leider war am Montag morgen alles leer. Trinkwasser, Wassertank, Essen. Und so packten wir schweren Herzens wieder zusammen. Ich war natürlich nochmal schwimmen und habe diese Weite in mich aufgesogen…
