Verrücktes Höhlenabenteuer

Dann kam das größte Abenteuer des Tages. 5 km weiter war die Tham Le Khao Kob Höhle. Ich hatte im Netz schon gelesen, dass Menschen mit Platzangst dort besser nicht rein gehen, da man die meiste Zeit im Boot liegen muss, damit man durch kommt. Aber ich hatte Romy im Ohr, die mir mit 9 mal gesagt hatte, als sie so ein Kletterding mit mir machen wollte: „Gotti, du musst dich halt auch mal was trauen.“😍 Wir waren die einzigen Gäste. 300 Baht für ein Boot und los gings, den Fluß entlang. Einer paddelte vorne wie wild…

…und der andere gab hinten die Richtung vor. Wir bräuchten keine Angst haben, es gäbe weder Krokodile oder Schlangen. Und er erzählte, dass er Englisch über Youtube gelernt hätte…


Zur ersten Höhle konnten wir erst noch sitzen, dann mussten wir uns hinlegen. Aber die Decke war noch gut eine Armeslänge von uns entfernt. Wir durften dann in die Höhle reinlaufen, die Stalaktiten und -miten bewundern…

Dann ging es wieder ins Boot und er erklärte uns, dass wir jetzt zur Drachenhöhle fahren. Die Decke sah tatsächlich so ein bisschen aus wie man sich so einen Drachenpanzer vorstellt. Bevor es aber los ging, wurden wir ganz genau instruiert, wie wir im Boot zu liegen hatten, Marius musste sogar seine Turnschuhe ausziehen…

Unsere Beine wurden sortiert und dann musste ich mich heute meiner 2. Angst stellen. Und das gelegentliche „ohhhhh“ vom Guide, wenn das Boot wieder irgendwo aneckte, machte es nicht besser. Aber ich hatte mich gut unter Kontrolle und es war einfach völlig verrückt und irgendwie musste ich lachen. Nie im Leben gäbe es sowas in Deutschland. Wir waren manchmal so knapp unter der Decke, dass die 2 uns mit Kraft weiterdrücken mussten. Einmal streifte meine Brust die Decke und meine Knopfleiste an der Hose blieb auch mal hängen. Ab und zu habe ich auch mein Gesicht seitlich drehen müssen, um die Decke nicht zu küssen. Was für ein Abenteuer 💪 Es ging so ca. 5 Minuten und dann wurde es endlich wieder hell und der Luftzug, den ich zu meinem Glück immer gespürt habe, stärker.

Jede Stadt hat ihr eigenes Tier, was dann auf jedem Laternenpfosten sitzt. 🐉

Die Straßen in Thailand sind oft einfach nur kerzengerade, über viele Kilometer. Und leider sieht man entlang dieser Straßen oft nur Ölpalmen Plantagen…

…oder Kautschuk Felder…

Wenn man von den Hauptstraßen abfährt, sieht man Dschungel…

Abends entdeckte Marius ein veganes Restaurant. Wie hab ich mich gefreut, so konnte ich doch auch mal eines der vielen Gerichte versuchen, die es sonst immer nur mit Fleisch gab…

Und dort wurde alles ganz liebevoll zubereitet…

Am nächsten Morgen wollten wir nochmal in die Stadt um ein typisches Frühstücksrestaurant zu besuchen. Trang war dafür bekannt, die thailändische, malaysische und chinesische Küche zusammen zu bringen und außer lang geschmortem Schweinefleisch gab es diese Dim Sum…

Als ich wieder mal den thailändisch Übersetzer mit meinem Satz: „Ich esse kein Fleisch“ hochhielt, kam auch hier wieder ein „ohhhh“ und ein Kopfschütteln. Aber dann fand sie doch noch was für mich. Wieder nur süß, aber es war lecker. Marius war total begeistert…

…und suchte sich verschiedenes aus, was dann frisch gedämpft wird…

Und nicht nur das, wir konnten den Mitarbeitern beim Vorbereiten zuschauen…

Danach fuhr mich Marius zum Busbahnhof und brachte den Roller weg. Wir hatten den Bus um eins gebucht, nachdem 8 Männer mich erstmal nur angeschaut haben. Keiner konnte englisch. Einer brachte mich dann zu einer Frau die mir übersetzte. Leider war der Bus um 13 Uhr nicht voll, also mussten wir noch eine Stunde länger warten. Das hat sich aber gelohnt, da dieser Bus viel Beinfreiheit hatte und wir so die 4 h gemütlich weiterreisen konnten.

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