
Wir wurden vom Hotelbesitzer abgeholt. Ein Neuseeländer, der Offshore gearbeitet hat und nun mit seinem Sohn ein Resort betreibt. Das Loma Beach Resort (Booking, 38 Euro/Nacht) liegt direkt am Meer und die Sicht war nur durch Palmen verdeckt. Das Meer war sehr unruhig, mit hohen Wellen. Deshalb hat man es immer gehört hat🫠
Wir sind gleich vor an den Strand, der sehr lang und sehr einsam war…

Und gleich mit dabei war Bella, die Dobermannhündin vom Resort. Wie hat ihr Herrchen so schön gesagt, sie denkt, dass jeder Gast wegen ihr hier ist😍 Sie liebt Spaziergänge am Strand. Sie jagt liebend gern Krebse, die sie auch frißt. Und sie ist da echt beharrlich 😅…

Er hat erzählt, dass sie manchmal völlig erschöpft ist, weil sie den ganzen Tag mit den Hotelgästen spazieren geht. Mit uns ist sie auch ins Nachbardorf gelaufen.

Das Nachbardorf war ein Fischerdorf und die Bewohner leben dort sehr einfach…

Aber direkt am Meer. Wir haben uns gefragt, ob sie dieser Aspekt glücklich macht?!?
Am nächsten Tag haben wir uns wieder einen Roller gemietet und sind nach Sichon gefahren, um unsere Weiterreise zu planen. Wieder mal ohne Übersetzer nicht möglich. Und zum ersten Mal eine unfreundliche Person. Die hatte keine Lust sich irgendwie Mühe zu geben, überhaupt zu versuchen, mir Auskunft zu geben. Aber alle anderen waren super freundlich und bemüht mir zu helfen, und zu viert haben wir das dann hinbekommen!
Wir wollten in den Namtoksikhit Nationalpark. Hatten kein Wasser mehr und haben bei 3 Frauen angehalten, die vor ihrem Haus Essen verkauften. Ich kenne dank dem 2 jährigen Sohn von Pascal dass thailändische Wort für Wasser. Sie nickten und eine kam mit 5 200 ml Flaschen zurück. Die sie uns einfach schenkten. Ich durfte kein Geld da lassen!!!

Knapp 6 Euro Eintritt kostet der Eintritt für Ausländer im Nationalpark. Wir waren ganz allein. Es gab einen Rundweg, mit der Möglichkeit zu baden. Wir folgten dem Weg durch den Urwald, auf dem man auch unbedingt bleiben soll. Sagte die Beschilderung. Entlang des Flusses der schöne Becken hat…

…und der Urwald seines dazu tut, um die Umgebung spannend zu formen…


Der Weg führte auch über diesen Fluss, und danach war uns nicht immer klar, wo es weitergeht…

…und das mitten im Urwald…

Wir fanden 2 mal, nach längerem Suchen, mit Stock wedelnd vor dem Körper, wegen der Spinnennetze…

… eine weitere Beschilderung und bis auf die letzte Station, die nicht auffindbar war, kämpften wir uns durch den Dschungel …

…der so schöne Formen hervorbringt…

Wir sind also zum Schluss bis zum Oberschenkel durch den Fluss, weil auf der anderen Seite der Weg war, wo wir beim ersten Mal gesucht haben. Und da dann eine ganze Gruppe fast jugendliche Jungs beim Baden waren und einer echt unverschämt nach Geld gefragt hat, sind wir ohne zu baden weiter.
Ich habe an der Kasse noch Bescheid gegeben, dass der Weg nicht zu finden ist. Sie entschuldigte sich und erzählte was von starken Regenfällen.

Das Thai Englisch ist so anders. Auch sind sie mit der Rechtschreibung auch nicht immer so ganz richtig…

…und ich habe gemerkt, dass ich die thailändischen Schilder mit Thai-Akzent lese🤣
Dann leckeres Mittagessen irgendwo an der Straße. Dort gab es sogar Rattenschenkel zu bestellen. Was laut Google in der ländlichen Bevölkerung in Thailand durchaus üblich ist. Nein, Marius wollte es nicht versuchen.
Auf dem Rückweg sind wir noch nach Sichon an den Strand zum Baden…

Auch sehr einsam, weniger Wellen, da es eine große Bucht ist…

Abends sind wir dann zurück an die Hauptstraße zum Abendessen. Wir haben den Roller geparkt und mussten eine vierspurige Straße überqueren. Die 2 Spuren die von rechts kamen waren frei. Wir liefen los, ich sah gegenüber einen Gemüsestand, machte Marius darauf aufmerksam, weil wir noch Gemüse kaufen wollten, und dann standen wir plötzlich zwischen quietschenden und leicht schlingernden Autos. Wir hatten unsere Schutzengel ziemlich beansprucht. Die Menschen in den Restaurants riefen alle „ohhhh“ und wir 2 standen wie vom Donner gerührt zwischen den Autos, die inzwischen auch alle standen und uns die Straße noch ganz überqueren ließen. Wir hatten beide nicht überlegt, den Kopf beim Gemüse und rechts war ja frei…nur waren wir im Linksverkehr. Ich hatte an diesem Tag beim Rollerfahren noch gedacht, dass wir das jetzt beide nach 4 Wochen echt drauf haben. Und schon passiert es. Das war echt knapp, wir sind unendlich dankbar🙏
Weit danach wurde uns bewusst, dass keiner gehupt hat, keiner laut wurde, geschrien oder geschimpft hat. Das Land des Lächelns…

„Nicht gierig, nicht zornig, nicht verblendet, Mitgefühl, Opferbereitschaft – nicht egoistisch.“