
…oder eben doch nicht. Jeden Tag zieht diese Brücke hunderte von Touristen an…

…Man kann über die Schienen laufen…


…der Zug kündigt sich mit lautem Hupen an…

…und dann hat man Zeit, sich in eine der Nischen zwischen andere Touris zu quetschen um Bilder zu machen…

…und denen im Zug zu winken.
Die Locals nutzen die Nischen um zu fischen…

Es ist die Brücke über den Fluß Khwae…

…die dem Film „Die Brücke am Kwai“ die Vorlage lieferte. Gedreht wurde aber in Sri Lanka, und die Brücke dazu extra erbaut.
Diese Brücke hat einen geschichtlichen Hintergrund, wie die ganze Bahnstrecke. Sie wurde im 2. Weltkrieg von Kriegsgefangenen aus England, Australien, Niederlande und der USA gebaut…

…außerdem wurden viele Asiaten unter falschen Versprechen der japanischen Besetzer in die Zwangsarbeit gelockt. Da der Seeweg nach Burma lang und gefährlich war, ließ man diese Bahnverbindung nach Burma bauen. So konnte man Waffen und Sonstiges sicherer transportieren. Natürlich war die Brücke beliebtes Ziel für Luftangriffe der Gegner. So waren es eigentlich 2 Brücken, die gebaut wurden. Und das kostete viele Menschenleben. Die Zahlen sind unterschiedlich. Man spricht von 70.000 – 200.000 Toten. Da die Japaner bei Kriegsende viele Dokumente vernichteten, bleibt es für immer ein Geheimnis
Die Strecke war ursprünglich 415 km lang, inzwischen werden von der Thailändischen Bahn nur noch 131 km betrieben. Und man nennt es auch die „Eisenbahn des Todes“…

Die unmenschliche Behandlung der Kriegsgefangenen durch die japanische Armee gilt als Kriegsverbrechen.
Es gibt einen Kriegsfriedhof in Kanchanaburi…

Wir beobachteten eine junge Familie, die an einem Grab Blumen niederlegte. Wahrscheinlich der Opa oder Uropa, der nie zurück kam. Das machte schon was mit mir. Auch nach dem Buch, das so intensiv die Gefühle und Erlebnisse einer Frau im Krieg und danach beschrieben hatte. Hier war ein Ort an dem das geschehen ist. Den Eintrag habe ich dann auch an dem Tag geschrieben als es aktuell in der Welt eskalierte😪
Man hätte hier noch sehr tief in die Geschichte eintauchen können.
Wir wollten aber nur mit diesem Zug ein Stück fahren. Da wir frühzeitig am Bahnhof waren, merkten wir, wie die Menschenmengen immer mehr wurden. Und da hatte Marius die gute Idee, eine Station früher einzusteigen. Wir hatten ja wieder einen Roller und düsten durch die Stadt zum 6 km entfernten Bahnhof. Aber auch da kamen 2 Schulbusse mit Jugendlichen an. Es war Wochenende und so war alles auf den Beinen. Aber wir ergatterten eine Platz, die am nächsten Bahnhof mussten alle stehen…

Der spannendste Abschnitt ist der, wo die Bahn zwischen Fluss und Steilwand entlang fährt…

… ein 500 m langes Stück…



Wir fuhren bis zum Sai Yok Wasserfall. Freuten uns auf das kalte Wasser…

Denn um alles besser sehen zu können vom Zug aus, muss man bei der Hinfahrt links sitzen. Und da scheint auch die Sonne rein…

Am Wasserfall war die Hölle los. Sämtliche Thais machen am Wochenende natürlich auch Ausflüge. Aber jeder durfte mal unter das kühle Nass…


…und ich hätte mich im Bikini unwohl gefühlt, weil die Thai Frauen alle in Tshirt und (kurzer) Hose ins Wasser gehen. Da lob ich mir meinen Sarong, den man einfach so flexibel einsetzen kann…

…und beim zurück diente er mir feucht als Abkühlung auf der Haut. Wir hatten Spaß…

…von der Landschaft hatten wir uns ein bisschen mehr erhofft…

Lange Teile waren stark landwirtschaftlich genutzt…



…hauptsächlich Zuckerrohr, Mais, Maniok und die ersten Reisfelder. Vieles war schon abgeerntet…

…aber diese Bäume, trotz fehlendem Grün, wunderschön…

Zurück in Kanchanaburi fuhren wir zum Night Market zum Essen. So toll wie es alles immer aussieht ist es dann oft aber nicht, bzw. oft das Gleiche und vegetarisch ganz schwierig.
Wir genoßen dann unser wirklich schönes Hotel…

…mit wundervoll gepflegtem Garten…

