Trekking-Tour – Tag II -Elefanten

Der nächste Morgen begrüßte uns, wie man das im Regenwald ja auch irgendwie erwartet, mit Regen, und einem wunderschönen, friedlichen Ausblick…

Es gab ein leckeres Frühstück mit den besten Banana Pancakes ever…

Und weiter ging’s…

…durch den dampfenden Regenwald…

Wir wanderten ungefähr 3 Stunden durch den Dschungel, der manchmal auch wie Wald bei uns aussah. Es gab so viel zu entdecken, ich hing immer hinterher, da ich überall staunen und schnuppern musste …

Wir kamen wieder in ein kleines Dorf…

…mit Gesundheitsstation…

…total verstaubt…

Zum Mittagessen konnten wir einer Wasserbüffelherde zuschauen…

Danach lernten wir „Buzi“ kennen…

Durften sie füttern…

…und streicheln…


Wir hätten auch mit ihr Baden können, aber das hat sich irgendwie keiner getraut. Erstens sind auch die asiatischen Elefanten echt beeindruckend groß…

…und in der ganzen Gruppe waren wir uns nicht so sicher, ob diese ganze Elefantenaktion so tiergerecht ist…

Wobei sie sehr entspannt gewirkt hat.

Fakt ist, Buzi war eine Arbeitselefantin. Sie musste letztendlich den Regenwald abholzen. Als das Roden verboten wurde, war sie und ihr Mahut arbeitslos. Aber so einfach wird man einen Elefanten ja nicht los. Es wurden dann in Thailand Auffangstätten errichtet, und um die Kosten tragen zu können, können Touristen kommen. Elefantenreiten ist in großen Teilen inzwischen verpönt, da es für Elefanten nicht gut ist, Menschen zu transportieren.
Buzi war lange in so einem Sanctuary, bis ihr Mahut zu alt war und die Strecke jeden Tag nicht mehr auf sich nehmen konnte und wollte. Also haben sie Buzi mit zu sich genommen. Sie lebt dort im Urwald, hat ihre Glocke um den Hals. Und um ihren Unterhalt weiter bezahlen zu können (ein Elefant braucht 250 kg Pflanzenmaterial, und durch die Nutzung des Urwald entsteht eine Gebühr, auch muss sie regelmäßig vom Tierarzt untersucht werden) wird der Mahut durch die hiesigen Touranbieter mit immer frischen Touris unterstützt.
Wir haben lange und viel diskutiert. Cha war etwas „übergriffig“, da er wollte, dass alle von uns Buzi mal streicheln. Sie wollte aber offensichtlich nicht von allen gestreichelt werden, und auch nicht alle wollten streicheln. Auch nicht unbedingt aus Angst, sondern aus Respekt, aber er hat es wohl als Angst gedeutet. Marius und ich haben für uns beschlossen, dass dieses aktuelle Leben wahrscheinlich das Beste ist, dass es für sie geben kann. Und das sie das Schlimmste schon hinter sich hat.
Buzi ist 45 Jahre alt, sie wird nochmal ungefähr so lange leben. Als ich ihr dabei zugeschaut habe, wie sie wie ein Kleinkind im Wasser gespielt hat, sind bei mir die Tränen gelaufen. So unfassbar große, gleichzeitig feine Tiere, die ihres natürlichen Lebens, ihrem Instinkt, sich zu wehren, mit Gewalt beraubt worden sind. Wir Menschen können so grausam sein. Ich hoffe, wir haben dich nicht auch in irgendeiner Weise verletzt, du graue Schönheit.

🙏🩶

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