Wir hatten das Pech, einen der wenigen Tage zu erwischen an denen es kalt ist. Wenn ich mal freiwillig Socken anziehe… Unser Vermieter meinte, seinen Pulli braucht er vielleicht an 4 Tagen im Jahr. Da der Sturm weiter anhielt, haben wir einen Tag einfach nur gefaulenzt…ein bisschen Yoga, ganz viel lesen und essen😁
In Playa Chachalacas gibt es nicht viel. Wohl ist vor allem am Wochenende viel Tourismus aber unter der Woche fühlt es sich an wie ein Geisterdorf. Wir verbringen unsere Urlaube gerne abseits des großen Rummels, aber irgendwie fühlt es sich doch komisch an. Allein in der Natur ist toll, aber durch ein Dorf zu laufen wo gefühlt nur jedes 20. Haus bewohnt ist… Und dann kommt noch dazu, dass gefühlt jedes 10. Haus eine Ruine ist.

Es gibt viele kleine Tiendas, kleine Geschäfte. Die laufen quasi nebenher. In diesem Laden verbringt oft die ganze Familie ihren Tag, meist liegt der Wohnbereich dahinter. Es wird hinter der Kasse gegessen, der Fernseher läuft und jeder hat sein Smartphone in der Hand. Wir haben versucht Obst zu kaufen 😅. Das war eine Herausforderung. Diese Dorf ist nur mit Taxis zu erreichen und die Bewohner scheinen an Obst nur Orangen für Orangensaft und Kochbananen zu benötigen. Wir haben lange gesucht und schließlich Äpfel und Bananen gefunden. Auf dem Rückweg haben wir einen Pickup gesehen der mit Orangen und Gemüse durch die Straßen fährt und direkt an die Menschen verkauft. Was man aber in jedem dieser Tiendas zu Hauf bekommt sind Chips, Kekse und Alkohol.

Wir sind dann, immer noch bei schlechtem Wetter weiter. Zurück nach Veracruz. Dort hatte ich gehofft, den Karneval zu erleben. Es muss ähnlich spektakulär sein wie in Brasilien. Aber auch hier fällt er aus bzw. hoffen sie, dass er im Juni nachgeholt werden kann.
Und weiter ging die Fahrt. Wegen des stürmischen Wetters war die Straße einmal nur einspurig zu befahren, da sie mit Baggern und Schaufeln die Sandverwehungen beseitigen mussten.
Unser Ziel, Tlacotalpan, die, laut Reiseführer, unbekannteste Weltkulturerbe Stadt. Mit vielen bunten Häuser erinnert sie an Havanna. Ich lass die Bilder sprechen 😍









Aber auch hier werden Gebäude einfach sich selbst überlassen…

Nach dem Stadtbummel gab’s erst mal „Kaffee und Kuchen“ auf der Terasse unseres Hotels. Für mich als Teetrinkerin ist es hier nicht so einfach. Wenn ich zum Frühstück Tee bestelle hat bisher jede*r nachgefragt weil sie dachten mich nicht richtig verstanden zu haben. Der Mann im Hotel hat mir in der Mikrowelle Wasser heiß gemacht, das hab ich im Leben noch nicht gemacht.

Bei unserem Stadtbummel wurden wir von einem Mann, der stolz auf seine Stadt und seine Kultur ist, angesprochen. Er hat zusammen mit einem Freund Infos über Tlacotalpan in die verschiedensten Sprachen übersetzt. Er hatte die Übersetzung nicht dabei, meinte aber dass er uns schon wieder findet. Dem war auch so. Nach dem Abendessen schlenderten wir durch die Stadt und plötzlich war er da. Hatte wohl schon rumgefragt ob irgend jemand 2 Deutsche gesehen hat. Er nahm uns mit ins Theater, wo an diesem Abend traditionelle Musik und Tanz aufgeführt wurden. Das war spannend, sie besingen ihr Bundesland, ihre Flüsse, die Tiere. Machen beim Tanzen Vogelgeräusche nach. Alles sehr bunt und laut 🤩




































