Wir hatten alles was wir nicht brauchten aus unseren Rucksäcken geräumt. Mein Rucksack war so schön leicht! Wir wurden morgens um 8 Uhr am Hotel abgeholt. Der Fahrer gab uns kleinere Rucksäcke für unsere Sachen. Ich war etwas überrascht, das hatten sie uns gar nicht gesagt. Marius wollte seinen neuen Rucksack testen, meiner war tatsächlich zu groß für das bisschen Zeug und so räumte ich um. Als wir dann im Auto saßen, sollten wir das Geld für einen 2 Tages Trip zahlen. Große Verwirrung, wir hatten doch 3 Tage gebucht. Nein, es gibt nur 2. Bis wir dann drauf kamen, dass wir die Falschen waren. Da kam unser Tour Auto angefahren. Also alles wieder raus aus dem Rucksack und rein in meinen. Da war es mit der Ordnung endgültig vorbei😅
Wir waren eine reine deutschsprachige Gruppe…
Erster Stop war ein Markt, um alles einzukaufen, mit dem wir die nächsten Tage bekocht werden sollten…
…und Klopapier! Und dann ging es erst mal zum Wasserfall Mok Fa…
Es war eine kurze Wanderung. Den Weg zur Höhle…
…ließ unser Guide Cha aus, da bei dem heißen Wetter Schlangen und Skorpione raus kommen. Wir konnten wieder baden. Es war herrlich erfrischend…
… der rechte Wasserstrahl nur was für harte Männer…
Dann wieder zurück zum Bus. Cha war ein Spaßvogel und Marius sein dankbares Opfer…
Nächste Station Mittagessen…
Und dann nach einer weiteren halben Stunde durch die Berge…
…ging es los in den Dschungel…
Es war so schön, der lauten, heißen Stadt mit all ihren Gerüchen zu entkommen und durch diese duftende Natur zu wandern…
Es war wärmer als gedacht und schon beim loslaufen hörten wir ein Gewitterkrummeln…
Wir hatten Glück und es tröpfelte nur hin und wieder mal. Ca. 2 h sind wir gewandert, bis wieder Spuren von Zivilisation zu sehen waren…
LitschibaumJackfruit
Es war das Dorf, wo wir die Nacht verbrachten…
Bambus ist hier wichtiges Baumaterial
Die Unterkunft war einfach, das Bad fast luxuriös…
Wir wurden bekocht…
Cha zeigte uns noch wie man auf traditionelle Weise am Feuer Sticky Reis in Bambus kocht…
Um 5 Uhr früh kamen wir in Chiang Mai an. Etwas verballert ließen wir uns von einer Taxifahrerin, die mindestens noch genauso müde war wie wir, zu einem Frühstückslokal fahren. Dort wird normalerweise die Bestellung selbst ausgefüllt…
so eine schöne Schrift 😍
…aber die Bedienung kam sofort und nahm die Bestellung für uns auf.
Es gab Reissuppe und den Ersatz für Marius heißgeliebte Dampfnudeln…
Salapao
Dann ging es während des Sonnenaufgangs zum Hotel…
Wir konnten noch nicht in unser Zimmer, aber durften den Pool und die Toiletten nutzen. Und so schliefen wir am Pool, bis die Sonne unser Schattenplätzchen erreicht hatte. Das Wasser vom Pool hat uns dann endgültig wach gemacht. Und dann sind wir los in die Altstadt, um unsere Wandertour zu buchen. Bei „Chiang Mai Trekking with Piroon“ hatten wir uns für eine 3-Tages-Tour angemeldet.
Chiang Mai ist die 2. größte Stadt in Thailand. Das touristische Leben spielt sich in der Altstadt ab. Ein Hotel/Hostel reiht sich an Restaurants, Bars, Mode- und Souvenirshops, Touranbieter und Rollerverleih. Aber alles wirkt wie immer sehr entspannt. Wir kamen noch an der Blutbank vorbei…
…ich hätte gerne gespendet. Aber man darf erst spenden, wenn man 3 Monate in Thailand ist. Sie hat dann auch nur nett gelächelt, als ich erzählte, dass ich es mir gerne angeschaut hätte, da ich quasi Kollegin bin. Ich hab dann in den Entnahmeraum gespickelt. Die haben Blutmischwagen, nicht nur Hocker wie in Guatemala 😉
Es war der 17. Februar, und somit Chinesisches Neujahr…
…das Jahr des Feuerpferdes. In dem man Altes hinter sich lässt, das Jahr für Neuanfänge. Wir hatten ein bisschen Respekt davor, da viele Chinesen Neujahr in den großen Städten in Thailand feiern. Aber wir hatten weder bei der Hotelsuche noch an den Preisen was gemerkt. Und wenn wir schon mal da waren, dann wollten wir auch sehen, was da so passiert. Wir haben uns vom Rollertaxi am Hotel abholen…
…und uns nach China Town fahren lassen…
…gut so, die Straßen waren voll, verstopft rund um China Town. Und mein Fahrer zeigte mir, was ein Rollerfahrer in Thailand so drauf hat. Er überholte auf der Gegenfahrbahn, schlängelte sich über 3 Fahrbahnen nach vorne und fuhr auch schon mal bei Rot über die Ampel. Aber ich habe mich sehr sicher gefühlt! Er macht den ganzen Tag nichts anderes.
Und dann steckten wir zwischen den Menschenmassen…
Es gab eine Bühne, wo Kinder-Schönheitsköniginnen geehrt wurden…
Eine Gruppe machte Akrobatik mit Drachentanz…
Es gab ein kleines Feuerwerk und ganz viel Essenstände…
Coconut-Shake mit geriebener Schokolade Das war richtiges Handwerk. Mit 2 Hammer haben sie Erdnüsse und Zucker zu einem Teig gestampft. Dann ausgerollt und mit Erdnüssen gefüllt. Sehr lecker 😋
Alles war in rot gehalten und die Menschen hatten chinesische Kleidung oder Accessoires an. Das war es dann aber auch schon…
Am nächsten Tag nahm ich mir den Vormittag zum Shoppen frei😉 Marius hat so lange die Wäsche gemacht und war beim Barber…
Es gibt viele thailändische Labels und ja, man hätte viel Geld los werden können…
Ich hab mir viel Zeit gelassen, ausgiebig gebummelt in dem angenehm klimatisierten Gebäude. Draußen auf dem Markt war das dann einfach nur heiß…
Aber es war ein wunderschönes Viertel…
Ich gönnte mir einen Maracuja-Saft…
…der ausnahmsweise mal eine Halterung aus Bambus hatte. Und nicht noch in eine Tüte gesteckt wurde. Ein bisschen weniger Plastik🙏 Und dann ließ ich mich zurück zum Hotel fahren und wir genossen den Pool, hatten sogar das Glück noch Liegen zu ergattern😅 Und dann haben wir sie gesehen, die erste Siam-Katze…
Abends gingen wir Essen, wir hatten so Lust auf westliches Essen, und da gab es einige denen es auch so ging. Wir bekamen einen heißbegehrten Platz und das Tolle war, dass es dort Spiele gab, um sich die Wartezeit zu vertreiben. Das Essen war weniger gut, aber ich konnte eins meiner neuen Kleider gleich mal ausführen…
Da wir am nächsten Tag erst abends um 19 Uhr weiter reisten, fuhren wir mit dem Bus zu den 70 km entfernten Erawan Wasserfällen. Wir hatten gehofft, dass an einem Montag weniger los war. Aber da hatten wir uns getäuscht. Es ist wunderschön dort…
…es gibt Fische zu beobachten (eine Barbenart)…
…insgesamt 7 Wasserfälle…
…aber überall war viel los…
Man versucht natürlich immer so zu fotografieren dass möglichst keiner drauf ist.
…und wir können uns nicht helfen, wir fühlen uns da nicht wohl. Da wir gelesen hatten, dass die oberen 4 Stufen´…
…schwieriger zu erreichen sind und man ordentliche Schuhe braucht, sind wir bis ganz hoch…
…in der Hoffnung, dass dort weniger Menschen sind. Dem war nicht so…
Der Weg war bis oben relativ gut ausgebaut, und so kamen uns viele auch barfuß entgegen. Es ist sehr gut durchorganisiert. Ohne Schwimmweste darf man nicht ins Wasser. Für die muss man extra bezahlen. Und dann muss man alles Essen in einen Spind schließen, wegen der Affen, die alles klauen. Und für die mitgebrachte Wasserflasche zahlt man Pfand, sie wird nummeriert, und wenn man sie beim runter noch dabei hat, kriegt man sein Geld wieder. Ist für die Natur natürlich wunderbar 🙏
Wir fanden dann aber doch noch eine Stelle, wo wir fast alleine baden konnten…
…und eine Knabberfisch-Behandlung bekamen. Marius hält das fast nicht aus und hat bei jedem Knabbern gequietscht…
Der Bus brauchte 1,5 h, und um entspannt unsere Weiterfahrt zu erreichen, wollten wir mit dem Bus um 14.30 Uhr zurück. Der war aber so voll, dass wir nicht mehr einsteigen durften. Der letzte Bus fuhr erst um 16.30 Uhr, was rein theoretisch noch gereicht hätte, aber rein praktisch zumindest von einem von uns die Nerven zu sehr strapaziert hätte. Marius sprach jemanden an, die eigentlich auch mit dem Bus zurück wollte. Und so bestellten wir uns ein Grab. Die Fahrt wurde aber abgelehnt. Unsere Mitfahrerin hatte Bolt, was dann auch funktionierte. Und so fuhren wir 1 Stunde mit dem Taxi für insgesamt knapp 20 Euro zurück. Es ist unfassbar günstig. So hatten wir genug Zeit noch Abendzuessen bevor die Fahrt im VIP Bus los ging. Ich musste natürlich diesen Herren ansprechen…
Er hatte allerdings keine Ahnung, was, geschweige denn wo Guatemala überhaupt ist, vielleicht hat er auch gar nicht verstanden, warum ich unbedingt ein Foto mit ihm wollte 😅
Der Bus hatte bequeme Schlafsitze, mit mehr Beinfreiheit als im Flugzeug. Die Klimaanlage war voll aufgedreht, aber es gab Decken und wir waren dank der Bewertungen gut darauf vorbereitet und warm genug angezogen. Er fuhr uns in guten 10 h noch weiter in den Norden
Auf eigene Faust ging es am nächsten Tag auf Entdeckungstour. Wir kamen an einem chinesischen Friedhof vorbei. Nach Feng-Shui-Tradition…
Und besichtigten dann den Tiger Cave Tempel …
Erst ging es steil nach oben. Es gibt auch einen Lift…
Und wieder staunten wir an dieser Filigranität…
…der Größe…
aus dem obersten Stockwerk
…und dem vielen Gold und Schnörkel…
Daneben gibt es einen chinesischen Tempel…
…wo kein Mensch war. Und auch schon lange keiner mehr geputzt hatte. Zumindest die Katzen nutzten ihn noch, wenn auch nur als Toilette…
Auch hier konnte man über eine gefühlt endlosen Wendeltreppe…
…Stockwerk für Stockwerk erklimmen und immer wieder Neues entdecken und die Aussicht genießen…
Abgeerntete Reisfelder
Das nächste Ziel, die Heavenly Dragon Cave…
Jeder Tempel ist anders, die Tempel werden hauptsächlich aus Spenden finanziert. Und das war der perfekte Tempel für die Mittagszeit, denn es ging erstmal in den Rachen des Drachen…
…durch einen Tunnel…
…und dann weiter hinauf. Unser Workout für heute war auf jeden Fall erledigt 💪…
…durch ein lichtes Wäldchen. Oben gab es einen Mönch, der gegen Spende für einen betete, und wenn keiner da war, am Handy rum spielte. Sind auch nur Menschen…
…oder eben doch nicht. Jeden Tag zieht diese Brücke hunderte von Touristen an…
…Man kann über die Schienen laufen…
…der Zug kündigt sich mit lautem Hupen an…
…und dann hat man Zeit, sich in eine der Nischen zwischen andere Touris zu quetschen um Bilder zu machen…
…und denen im Zug zu winken.
Die Locals nutzen die Nischen um zu fischen…
Fantasievoll abgewandeltes Speerfischen
Es ist die Brücke über den Fluß Khwae…
…die dem Film „Die Brücke am Kwai“ die Vorlage lieferte. Gedreht wurde aber in Sri Lanka, und die Brücke dazu extra erbaut. Diese Brücke hat einen geschichtlichen Hintergrund, wie die ganze Bahnstrecke. Sie wurde im 2. Weltkrieg von Kriegsgefangenen aus England, Australien, Niederlande und der USA gebaut…
…außerdem wurden viele Asiaten unter falschen Versprechen der japanischen Besetzer in die Zwangsarbeit gelockt. Da der Seeweg nach Burma lang und gefährlich war, ließ man diese Bahnverbindung nach Burma bauen. So konnte man Waffen und Sonstiges sicherer transportieren. Natürlich war die Brücke beliebtes Ziel für Luftangriffe der Gegner. So waren es eigentlich 2 Brücken, die gebaut wurden. Und das kostete viele Menschenleben. Die Zahlen sind unterschiedlich. Man spricht von 70.000 – 200.000 Toten. Da die Japaner bei Kriegsende viele Dokumente vernichteten, bleibt es für immer ein Geheimnis
Die Strecke war ursprünglich 415 km lang, inzwischen werden von der Thailändischen Bahn nur noch 131 km betrieben. Und man nennt es auch die „Eisenbahn des Todes“…
Die unmenschliche Behandlung der Kriegsgefangenen durch die japanische Armee gilt als Kriegsverbrechen.
Es gibt einen Kriegsfriedhof in Kanchanaburi…
Wir beobachteten eine junge Familie, die an einem Grab Blumen niederlegte. Wahrscheinlich der Opa oder Uropa, der nie zurück kam. Das machte schon was mit mir. Auch nach dem Buch, das so intensiv die Gefühle und Erlebnisse einer Frau im Krieg und danach beschrieben hatte. Hier war ein Ort an dem das geschehen ist. Den Eintrag habe ich dann auch an dem Tag geschrieben als es aktuell in der Welt eskalierte😪 Man hätte hier noch sehr tief in die Geschichte eintauchen können.
Wir wollten aber nur mit diesem Zug ein Stück fahren. Da wir frühzeitig am Bahnhof waren, merkten wir, wie die Menschenmengen immer mehr wurden. Und da hatte Marius die gute Idee, eine Station früher einzusteigen. Wir hatten ja wieder einen Roller und düsten durch die Stadt zum 6 km entfernten Bahnhof. Aber auch da kamen 2 Schulbusse mit Jugendlichen an. Es war Wochenende und so war alles auf den Beinen. Aber wir ergatterten eine Platz, die am nächsten Bahnhof mussten alle stehen…
Der spannendste Abschnitt ist der, wo die Bahn zwischen Fluss und Steilwand entlang fährt…
… ein 500 m langes Stück…
Und der Blick zurück
Wir fuhren bis zum Sai Yok Wasserfall. Freuten uns auf das kalte Wasser…
Denn um alles besser sehen zu können vom Zug aus, muss man bei der Hinfahrt links sitzen. Und da scheint auch die Sonne rein…
Das war die Haltung von Marius, um sich die Luft durchs Tshirt ziehen zu lassen…
Am Wasserfall war die Hölle los. Sämtliche Thais machen am Wochenende natürlich auch Ausflüge. Aber jeder durfte mal unter das kühle Nass…
…und ich hätte mich im Bikini unwohl gefühlt, weil die Thai Frauen alle in Tshirt und (kurzer) Hose ins Wasser gehen. Da lob ich mir meinen Sarong, den man einfach so flexibel einsetzen kann…
…und beim zurück diente er mir feucht als Abkühlung auf der Haut. Wir hatten Spaß…
…von der Landschaft hatten wir uns ein bisschen mehr erhofft…
Am Wasser entlang war es schön
Lange Teile waren stark landwirtschaftlich genutzt…
…hauptsächlich Zuckerrohr, Mais, Maniok und die ersten Reisfelder. Vieles war schon abgeerntet…
…aber diese Bäume, trotz fehlendem Grün, wunderschön…
Zurück in Kanchanaburi fuhren wir zum Night Market zum Essen. So toll wie es alles immer aussieht ist es dann oft aber nicht, bzw. oft das Gleiche und vegetarisch ganz schwierig.
Wir haben am nächsten Tag noch Wäsche gewaschen und für die Weiterreise Frühstück im 7Eleven gekauft…
Es ist sehr spannend, was man da immer alles so findet…
…jedes Mal wieder was Neues. Und immer eine üble Plastikschlacht 😖
Mit dem Zug wollten wir nicht weiterreisen und hätten es tatsächlich auch nicht gekonnt, da alle Tickets verkauft waren. Wir haben dann Bustickets gekauft. Wir mussten wegen unseren großen Rucksäcken 3 Sitzplätze buchen, da es im Minivan sonst wohl keinen Platz dafür gab.
Am Hotel hatte es viele Hunde, die sich gemütliche Plätzchen suchten…
Hier war es auch wieder so, dass sie tagsüber kaum Notiz von einem nahmen, nachts dann aber lautes Gebell veranstalteten, wenn man übers Gelände lief. Die Handwerker hatten ihre Werkstatt-Mopeds dabei…
Die Hotelangestellten hatten in ihren Rollern vorne im Körbchen übrigens immer mehrere Duftsprays einsatzbereit.
Unser Gecko vor dem Zimmer war ein ganz hübsches Exemplar…
Auch in diesem Dorf gab es natürlich einen Weed-Shop…
Bevor wir den Roller wieder abgeben mussten, fuhren wir noch ein bisschen ins Landesinnere…
…durch Kokospalmen Wälder…
Ein letztes hervorragendes Abendessen mit gigantischem Sonnenuntergang…
Was auch spannend ist, seit wir auf der Golf-Seite sind, kochen die Männer. Vorher auf den Inseln waren es immer die Frauen.
Auf dem Weg zurück ans Hotel kamen wir an einem „Kuhstall“ vorbei. Jede hatte ihre eigene Schüssel und der Bauer ließ den Grashaufen glimmen um die Mücken zu vertreiben…
Und dann hieß es, Abschied nehmen vom Meer. Wir waren nun fast komplette 5 Wochen am Meer gewesen. Und ich hatte mich schon dran gewöhnt, dass es einfach immer da ist 😍 Aber nun stand der Norden Thailands an, mit anderen Abenteuern.
Und so reisten wir am 12. Februar morgens los. Unsere Rucksäcke wurden zwischen die Sitze geklemmt und den Sitz den wir bezahlt hatten, mit einem Menschen besetzt 🤷♀️Das Geld haben wir natürlich nicht mehr bekommen. Eine Stunde später mussten wir in den Bus nach Bangkok umsteigen. Die Busse sind innen zum Teil sehr schön hergerichtet…
Nach weiteren 5 Stunden sind wir in Bangkok angekommen. Wir hatten den nächsten Bus schon gebucht, und hatten noch 40 Minuten. Ein Thai aus unserem Bus hat uns gesagt, dass wir über die Fußgängerbrücke zum anderen Busbahnhof müssen. Es war so heiß, die Rucksäcke schwer und wir schwitzten gewaltig. Und auf der anderen Seite, er war hinter uns, hat er dann gefragt, wo wir denn hin wollten. Und dann mussten wir alles wieder zurück, weil wir eigentlich doch am richtigen Bahnhof gewesen sind😅
Es blieb noch Zeit um ein Mittagessen zu kaufen. Und auch für diese Busfahrt stand in der 12go-App, über die wir die Fahrt gebucht hatten, dass wir für großes Gepäck einen zusätzlichen Platz buchen müssen, was ich natürlich gemacht hatte. Der Fahrer wollte die Rucksäcke schon vorne neben den Fahrersitz legen, da sagte die Frau vom Schalter, die unsere Tickets ausgedruckt hatte, etwas zu ihm, deutete auf einen Sitz, und dann legte er die Rucksäcke auf den Sitz. Wieder was gelernt: wir werden keinen Sitz mehr für unsere Rucksäcke buchen!
Nach weiteren 3 h kamen wir dann in Kanchanaburi an und genossen erst mal den Pool am River Kwai…
Wir wurden von einem Mitarbeiter vom Sisina Resort (Booking, 25 Euro/Nacht) am Bahnhof abgeholt. Er brachte uns zu unserem Zimmer. Es war schon fast halb eins nachts. Als wir ins Zimmer kamen muffelte es nach Schimmel. Er hatte die Klimaanlage angemacht und auch das Fenster geöffnet. Ich dachte es kommt von der Klimaanlage. War in anderen Hotels auch schon so, dass sie kurz gemuffelt hatten nach dem Anschalten. Aber der Schimmelgeruch blieb leider. Marius entdeckte an der Decke einen überstrichenen Bereich und da sah man, dass da ein Wasserschaden drunter war. Da die Rezeption erst ab 8 Uhr wieder besetzt war, blieb uns nichts anderes übrig, als die Nacht dort zu schlafen. Wir waren sehr frustriert. Das Hotel war hervorragend beurteilt, keiner hatte da irgendwas erwähnt. Am nächsten Morgen gingen wir gleich an die Rezeption und sofort wurde uns ein anderes Zimmer angeboten. Unser Nachbar hatte das selbe Problem und auch er konnte das Zimmer wechseln. Sie zeigte uns ein anderes Zimmer, bevor wir aber rein konnten, ist sie mit einem Duftspray rein. Der war so penetrant, dass wir nichts anderes mehr hätten riechen können. Also sind wir erst mal mit dem Nachbarn und seinen Kollegen zum Frühstücken. Es waren deutsche Biker, die alle entweder schon nach Thailand ausgewandert sind, oder gerade dabei waren. Und leider waren 2 von denen extrem Fremdenfeindlich. Es kamen richtig üble Aussagen, sei es über die politische Lage in Deutschland, die Flüchtlinge in Deutschland, oder auch die Meinung über die Thais. Es war eine extreme Situation. Marius und ich haben einfach nicht auf diese Aussagen reagiert, stoisch unser Frühstück gegessen und versucht, über ihre Reiseerfahrungen in Thailand, bzw. der ganzen Welt, mehr zu erfahren. Einer der Nazis hatte sein halbes Leben wegen der Arbeit im Ausland verbracht, spricht 4 Sprachen und hätte wahrscheinlich viel Spannendes zu erzählen gehabt. Aber leider ging es immer wieder in Schimpftiraden über. Wir verabschiedeten uns recht schnell und haben dann auch das neue Zimmer bezogen, das nach einer Stunde zwar immer noch nach dem Raumspray gerochen hat, aber darunter kein Schimmelgeruch zum Vorschein gekommen war.
Und dann sind wir los, uns einen Roller mieten. Das hat leider nicht geklappt, es gab schlichtweg keinen mehr.
Wir wollten dann zum Tempel laufen, aber dann fing es an zu regnen. Also machten wir Sport und bis wir fertig waren, hatte es aufgehört und wir genossen das wilde Meer…
…ja, es sah nicht so schön türkis aus, aber die Wellen machten richtig Spaß. Ich genoss diese Naturgewalt, hat einen ganz anderen Reiz, als diese Badewanne Andaman-See auf der anderen Seite.
Wir hatten beide die Befürchtung, dass uns die Biker über den Weg laufen und uns fragen, ob wir mit zum Abendessen kommen. Wir haben lange darüber diskutiert, wie man mit solchen Menschen umgeht. Marius‘ Idee war, ihnen einfach aus dem Weg zu gehen, um gar nicht in die Verlegenheit zu kommen. Ich hatte mir überlegt, ganz klar zu sagen, dass wir voll gerne von ihren Erfahrungen und Geschichten ihrer Reisen hören würden, aber das wir doch bitte das Politische weg lassen. Marius hat völlig recht, dass bei denen keine Diskussion einen Wert hätte. Ich hätte auch nicht mit ihnen diskutiert. Aber ich konnte auch nicht ganz damit umgehen, dass sie ihre Tiraden und Hassparolen ablassen und wir einfach schweigen. Ich habe im Netz recherchiert, wie man auf solche Aussagen reagiert, aber nicht wirklich was gefunden. Wir hatten einfach das Glück, dass wir sie erst am nächsten Morgen bei ihrer Abreise wieder gesehen haben und sie sich nett von uns verabschiedeten.
Ban Krut, bzw. die Gegend südlich von Hua Hin, scheint bei Bikern sehr beliebt zu sein. Im Dezember hat ein großes Motorradtreffen stattgefunden und überall stand: „Bikers welcome“…
Am nächsten Morgen bin ich früh los, weil ich dachte, dass der eine Rollerverleih, der am Montag geschlossen hatte, schon um 8 Uhr öffnet. Aber das hatte ich falsch abgespeichert. Erst um 12. Als wir da dann wieder hin sind, gab es schon keinen Roller mehr. Auch der eine, den es am Massagesalon gab, war schon weg. Ich war echt frustriert. Vor allem, weil Marius meinte, dann leihen wir halt Fahrräder🙈. Als wir zum Hotel zurück liefen, kam uns erst ein Mann mit einem Baguette entgegen, den ich gleich gefragt habe, wo er das her hat. BROT!!! Und dann kamen wir an dem Fahrradverleih gleich am Hotel vorbei, wo wir gestern auch schon nach Rollern gefragt hatten. Wir dachten die haben nur Fahrräder. Aber sie winkte uns, da sie einen Roller für uns hatte! Hat sich mein Frust wieder mal gar nicht gelohnt. Wir durften ihn ausprobieren, und weil er so klein war, hat sie uns noch 20 Baht Rabatt gegeben. Wir haben echt ein tolles Bild abgegeben…
…Auch ein Taxifahrer hat mit seinen drei braunen Zahnstummeln im Mund herzlich gelacht, als wir auf unseren Roller gestiegen sind. Ich konnte tatsächlich meine Unterarme auf meinen Oberschenkeln ablegen. Aber er fuhr uns zum Tempel Wat Thang Sai…
Mit seinen Bewachern…
Und den wunderschönen Blüten der Tempelbäume – Frangipani…
Nicht nur der Tempel war wunderschön von aussen…
…wie auch von innen…
Auch die Aussicht war wunderschön…
… und wir wussten dann schon, wo wir zum Baden hingehen…
Nach einem Mittagschläfchen am Strand, fuhren wir die Straße an dem endlosen Strand entlang…
Traditionelles Holzhaus
Hier ist nicht nur ein Bikerparadies, es scheint auch viele Rentner zu geben, die hier ihre Zeit längerfristig verbringen. An vielen Resorts wurde Werbung für Langzeit Miete gemacht. Wir mussten schmunzeln, weil man sogar mit dem Elektro Seniorenmobil bis vor den Bungalow fahren kann…
Je weiter weg vom touristischen Kern man kam, desto ärmer die Bewohner. Wieder leben hier viele vom Fischen…
Der eine entzerrte ein riesiges Fischernetz, der andere schraubte am Boot herum, die Frauen putzten Scampis und Fischreusen werden von Hand gebaut…
Zum Mittagessen wollten wir uns dann ein Baguette holen. Wir hatten schon Butter und Gemüse gekauft, Salz im Hotelrestaurant geschnorrt. Und dann waren wir an der Bäckerei. Die Baguettestangen waren in Frischhaltefolie eingepackt und ganz weich. Ich fragte, ob die frisch sind. Die waren vom Vortag. Und sie backen heute auch keine mehr. Und die nächsten 3 Tage hatten sie Urlaub. Was für eine Enttäuschung. Wir nahmen trotzdem eins mit. Ich versuchte im Hotel noch, ob sie es uns toasten konnten, aber entweder sie hat nicht verstanden was ich wollte, oder der Toaster war tatsächlich nicht geeignet dafür. Es hat trotzdem geschmeckt…
Zum Abendessen fuhren wir mit dem Roller noch zu einem Restaurant, wo es wohl das beste Pat Thai ganz Thailands gab. Leider hatte er geschlossen. Die Häuser in Thailand sind meist so aufgeteilt, dass im Hof das „Restaurant“ ist, dann kommt die Küche und dahinter wohnen sie dann. Er saß im Dunkeln in seiner Küche und deutete mit verschränkten Unterarmen, einem X, dass geschlossen ist. Wir standen dann etwas ratlos mit dem Handy in der Hand und schauten, wo wir dann hin konnten. Er hatte dann wohl Mitleid mit uns, kam, schaltet das Licht im Hof an und bedeutete uns, dass wir uns setzen sollen. Ich hab mich so gefreut, war ihm so dankbar. Marius fühlte sich eher unwohl, weil er nur wegen uns nun noch kochen musste. Ich bin tatsächlich kein so ein Pad Thai Fan. Aber dieses war richtig lecker, ich bekam sogar Tofu dazu und er hat sich total die Mühe gegeben. Wir haben umgerechnet ca. 3 Euro für das Abendessen bezahlt und ich habe ihm 1 Euro Trinkgeld gegeben. Er hat sich so gefreut, hat das Geld in den Händen angeschaut und nicht nur gelächelt sondern gelacht und einen unterdrückten Freudenschrei von sich gegeben. So hatten wir alle was davon!
Wir haben diesen Fast-Unfall unterschiedlich schnell verarbeitet. Normalerweise lässt sich Marius mit Essen gut ablenken. Und dieses Essen hat auch erst mal für gute Ablenkung gesorgt. Wir gingen dahin, wo die meisten Thais saßen. Dort gab es wieder Suppe. Und dieses Mal gab es alles vom Hühnchen mit rein, sogar die Füße…
Auch Blut war wieder mit dabei.
Wir versorgten uns im 7-Eleven mit Mittagessen für den nächsten Tag. Das hatten wir dann aber vergessen in Kühlschrank zu legen. Marius hat sich so geärgert am nächsten Morgen. Es gibt dort dieses Sushi-Dreieck, dass ihm so gut schmeckt. Aber nach einer Nacht bei 25 Grad im Zimmer landete es natürlich im Müll. Ich habe den Besitzer dann gefragt, ob ich für eine Fahrt ins Dorf den Roller nochmal nehmen darf. Und so bin ich auch mal wieder zum Rollerfahren gekommen 😅…
Wir verbrachten den Tag faul am Strand, und ich konnte mich kaum von meinem Buch los reißen. Es war mein aller erstes englisches Buch 💪. „The women“ von Kristin Hannah, von der ich schon 2 tolle Bücher gelesen hatte. Was mir an ihren Büchern so gefällt ist, dass sie die Frauen und ihre Heldentaten in den Mittelpunkt stellt. Es ging um Krankenschwestern im Vietnamkrieg. Es war sehr gut recherchiert, sie hatte sich viele Jahre Zeit gelassen, um dieses Buch zu schreiben. Und es war einfach nur erschreckend. Inzwischen hat sich natürlich viel getan. Damals gab es keine psychologische Betreuung von Kriegsrückkehrern. Und für uns Frauen hat sich einiges geändert seitdem.
Aber wir hatten lange darüber gesprochen, wie wenig die Frauen doch immer noch gleichgestellt sind. Auch in Deutschland. Da hat mein Hörbuch „Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben“ auch so perfekt dazu gepasst.
Wenn man an Urlaub und Sex denkt, dann ist Thailand wohl das Land, das jedem sofort einfällt. Schon im Flieger habe ich mir bei allein reisenden Männern, oder Männergruppen meinen Teil gedacht. Pascal hatte uns erzählt, dass in allen Massage Salons an der Promenade in Ao Nang, nicht nur Massagen angeboten werden. Es gibt überall Hinterzimmer. Und auch Männer, die eigentlich mit ihren Frauen im Urlaub sind, kommen breit grinsend wieder aus dem Salon. Ich musste an die Badeanzug-Vorschrift im letzten Hotel denken. Kein Ding, ich respektiere das. Aber es schützt keine Frau vor Missbrauch, Gewalt, Sexismus oder Übergriffen. Ich akzeptiere den religiösen und auch traditionellen Hintergrund. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass wir Frauen immer noch nicht gleichgestellt sind und viele Männer sich nach wie vor nehmen, was sie wollen.
Ich hatte noch fast einen Unfall mit meiner Hängematte. Ich wollte sie zwischen einer Palme (wo keine Kokosnüsse dranhingen1😉) und einer einbetonierten Laterne festmachen. Als ich alles befestigt hatte, machte ich meinen vorsichtigen Probesitz. Und dann neigte sich die Laterne langsam in meine Richtung. Ich bin schnell genug aus der Hängematte gekommen. Jetzt steht die Lampe etwas schief 🙈 Was ich nicht gesehen hatte, dass sie unten komplett verrostet war. Der Chef hat gemeint, er muss diese Laternen alle 3 Jahre austauschen, weil es durch das Salz einfach so schnell wegrostet. Ich hab dann einen anderen Platz gefunden…
Bella fand es nicht so cool, sie hat mich von außen angestoßen, und plötzlich zu mir in die Hängematte geschaut und mein Gesicht abgeschleckt.
Den Sonnenaufgang hab ich mir auch noch angeschaut…
…denn wir waren ja jetzt auf der anderen Seite, wo die Sonne über Land untergeht.
Und dann ging es auch schon wieder weiter, nach 4 Tagen. Wir fuhren am 8. Februar mit dem Bus von Ban Hin nach Surat Thani. Dort dann zum Bahnhof…
Wir konnten unser Gepäck abgeben und sind zum nahen Night-Market geschlendert. Marius brauchte unbedingt neue Crocs, aber es gibt hier nur Schuhe bis Größe 45. Aber zu Essen haben wir was gefunden…
Diese Märkte sind schon verrückt. Hier kann man direkt vom Roller aus sein Abendessen einkaufen…
Und dann ging es auf zur ersten Zugfahrt auf dieser Reise (4,5h, 9,24 Euro)…
Wir hatten 3. Klasse gebucht, zum einen, weil nur noch 3. Klasse frei war und zum anderen, weil wir das erleben wollten. Und ja, es war heiß, die Fenster waren alle offen…
… und trotzdem habe ich am Kunstlederbezug des Sitzes festgeklebt. Es war eng, weil die Menschen einfach alles im Zug transportieren…
…und 2 Säcke Kokosnüsse uns die Beinfreiheit genommen haben. Laut, weil der Zug eine der billigsten Möglichkeiten ist, sich in Thailand fortzubewegen und deshalb übervoll war.
Aber es war ein Erlebnis, das wir nun erlebt haben (und nur im Notfall wiederholen werden😅). Auch hatte der Zug in Surat Thani schon über eine halbe Stunde Verspätung. Und wir kamen schließlich mit fast einer Stunde Verspätung am nächsten Ziel an.
Wir wurden vom Hotelbesitzer abgeholt. Ein Neuseeländer, der Offshore gearbeitet hat und nun mit seinem Sohn ein Resort betreibt. Das Loma Beach Resort (Booking, 38 Euro/Nacht) liegt direkt am Meer und die Sicht war nur durch Palmen verdeckt. Das Meer war sehr unruhig, mit hohen Wellen. Deshalb hat man es immer gehört hat🫠 Wir sind gleich vor an den Strand, der sehr lang und sehr einsam war…
Und gleich mit dabei war Bella, die Dobermannhündin vom Resort. Wie hat ihr Herrchen so schön gesagt, sie denkt, dass jeder Gast wegen ihr hier ist😍 Sie liebt Spaziergänge am Strand. Sie jagt liebend gern Krebse, die sie auch frißt. Und sie ist da echt beharrlich 😅…
Er hat erzählt, dass sie manchmal völlig erschöpft ist, weil sie den ganzen Tag mit den Hotelgästen spazieren geht. Mit uns ist sie auch ins Nachbardorf gelaufen.
Das Nachbardorf war ein Fischerdorf und die Bewohner leben dort sehr einfach…
Jeder hat einen Vogelkäfig an seinem Haus hängen, hätte sie am liebsten befreit
Aber direkt am Meer. Wir haben uns gefragt, ob sie dieser Aspekt glücklich macht?!?
Am nächsten Tag haben wir uns wieder einen Roller gemietet und sind nach Sichon gefahren, um unsere Weiterreise zu planen. Wieder mal ohne Übersetzer nicht möglich. Und zum ersten Mal eine unfreundliche Person. Die hatte keine Lust sich irgendwie Mühe zu geben, überhaupt zu versuchen, mir Auskunft zu geben. Aber alle anderen waren super freundlich und bemüht mir zu helfen, und zu viert haben wir das dann hinbekommen!
Wir wollten in den Namtoksikhit Nationalpark. Hatten kein Wasser mehr und haben bei 3 Frauen angehalten, die vor ihrem Haus Essen verkauften. Ich kenne dank dem 2 jährigen Sohn von Pascal dass thailändische Wort für Wasser. Sie nickten und eine kam mit 5 200 ml Flaschen zurück. Die sie uns einfach schenkten. Ich durfte kein Geld da lassen!!!
Knapp 6 Euro Eintritt kostet der Eintritt für Ausländer im Nationalpark. Wir waren ganz allein. Es gab einen Rundweg, mit der Möglichkeit zu baden. Wir folgten dem Weg durch den Urwald, auf dem man auch unbedingt bleiben soll. Sagte die Beschilderung. Entlang des Flusses der schöne Becken hat…
…und der Urwald seines dazu tut, um die Umgebung spannend zu formen…
Der Weg führte auch über diesen Fluss, und danach war uns nicht immer klar, wo es weitergeht…
…und das mitten im Urwald…
Wir fanden 2 mal, nach längerem Suchen, mit Stock wedelnd vor dem Körper, wegen der Spinnennetze…
Die ganze Spinne war Handgroß
… eine weitere Beschilderung und bis auf die letzte Station, die nicht auffindbar war, kämpften wir uns durch den Dschungel …
…der so schöne Formen hervorbringt…
Wir sind also zum Schluss bis zum Oberschenkel durch den Fluss, weil auf der anderen Seite der Weg war, wo wir beim ersten Mal gesucht haben. Und da dann eine ganze Gruppe fast jugendliche Jungs beim Baden waren und einer echt unverschämt nach Geld gefragt hat, sind wir ohne zu baden weiter. Ich habe an der Kasse noch Bescheid gegeben, dass der Weg nicht zu finden ist. Sie entschuldigte sich und erzählte was von starken Regenfällen.
Das Thai Englisch ist so anders. Auch sind sie mit der Rechtschreibung auch nicht immer so ganz richtig…
…und ich habe gemerkt, dass ich die thailändischen Schilder mit Thai-Akzent lese🤣
Dann leckeres Mittagessen irgendwo an der Straße. Dort gab es sogar Rattenschenkel zu bestellen. Was laut Google in der ländlichen Bevölkerung in Thailand durchaus üblich ist. Nein, Marius wollte es nicht versuchen.
Auf dem Rückweg sind wir noch nach Sichon an den Strand zum Baden…
Auch sehr einsam, weniger Wellen, da es eine große Bucht ist…
Abends sind wir dann zurück an die Hauptstraße zum Abendessen. Wir haben den Roller geparkt und mussten eine vierspurige Straße überqueren. Die 2 Spuren die von rechts kamen waren frei. Wir liefen los, ich sah gegenüber einen Gemüsestand, machte Marius darauf aufmerksam, weil wir noch Gemüse kaufen wollten, und dann standen wir plötzlich zwischen quietschenden und leicht schlingernden Autos. Wir hatten unsere Schutzengel ziemlich beansprucht. Die Menschen in den Restaurants riefen alle „ohhhh“ und wir 2 standen wie vom Donner gerührt zwischen den Autos, die inzwischen auch alle standen und uns die Straße noch ganz überqueren ließen. Wir hatten beide nicht überlegt, den Kopf beim Gemüse und rechts war ja frei…nur waren wir im Linksverkehr. Ich hatte an diesem Tag beim Rollerfahren noch gedacht, dass wir das jetzt beide nach 4 Wochen echt drauf haben. Und schon passiert es. Das war echt knapp, wir sind unendlich dankbar🙏
Weit danach wurde uns bewusst, dass keiner gehupt hat, keiner laut wurde, geschrien oder geschimpft hat. Das Land des Lächelns…
„Nicht gierig, nicht zornig, nicht verblendet, Mitgefühl, Opferbereitschaft – nicht egoistisch.“
Dann kam das größte Abenteuer des Tages. 5 km weiter war die Tham Le Khao Kob Höhle. Ich hatte im Netz schon gelesen, dass Menschen mit Platzangst dort besser nicht rein gehen, da man die meiste Zeit im Boot liegen muss, damit man durch kommt. Aber ich hatte Romy im Ohr, die mir mit 9 mal gesagt hatte, als sie so ein Kletterding mit mir machen wollte: „Gotti, du musst dich halt auch mal was trauen.“😍 Wir waren die einzigen Gäste. 300 Baht für ein Boot und los gings, den Fluß entlang. Einer paddelte vorne wie wild…
…und der andere gab hinten die Richtung vor. Wir bräuchten keine Angst haben, es gäbe weder Krokodile oder Schlangen. Und er erzählte, dass er Englisch über Youtube gelernt hätte…
Zur ersten Höhle konnten wir erst noch sitzen, dann mussten wir uns hinlegen. Aber die Decke war noch gut eine Armeslänge von uns entfernt. Wir durften dann in die Höhle reinlaufen, die Stalaktiten und -miten bewundern…
Dann ging es wieder ins Boot und er erklärte uns, dass wir jetzt zur Drachenhöhle fahren. Die Decke sah tatsächlich so ein bisschen aus wie man sich so einen Drachenpanzer vorstellt. Bevor es aber los ging, wurden wir ganz genau instruiert, wie wir im Boot zu liegen hatten, Marius musste sogar seine Turnschuhe ausziehen…
Unsere Beine wurden sortiert und dann musste ich mich heute meiner 2. Angst stellen. Und das gelegentliche „ohhhhh“ vom Guide, wenn das Boot wieder irgendwo aneckte, machte es nicht besser. Aber ich hatte mich gut unter Kontrolle und es war einfach völlig verrückt und irgendwie musste ich lachen. Nie im Leben gäbe es sowas in Deutschland. Wir waren manchmal so knapp unter der Decke, dass die 2 uns mit Kraft weiterdrücken mussten. Einmal streifte meine Brust die Decke und meine Knopfleiste an der Hose blieb auch mal hängen. Ab und zu habe ich auch mein Gesicht seitlich drehen müssen, um die Decke nicht zu küssen. Was für ein Abenteuer 💪 Es ging so ca. 5 Minuten und dann wurde es endlich wieder hell und der Luftzug, den ich zu meinem Glück immer gespürt habe, stärker.
Jede Stadt hat ihr eigenes Tier, was dann auf jedem Laternenpfosten sitzt. 🐉
Die Straßen in Thailand sind oft einfach nur kerzengerade, über viele Kilometer. Und leider sieht man entlang dieser Straßen oft nur Ölpalmen Plantagen…
…oder Kautschuk Felder…
Wenn man von den Hauptstraßen abfährt, sieht man Dschungel…
Abends entdeckte Marius ein veganes Restaurant. Wie hab ich mich gefreut, so konnte ich doch auch mal eines der vielen Gerichte versuchen, die es sonst immer nur mit Fleisch gab…
Und dort wurde alles ganz liebevoll zubereitet…
Am nächsten Morgen wollten wir nochmal in die Stadt um ein typisches Frühstücksrestaurant zu besuchen. Trang war dafür bekannt, die thailändische, malaysische und chinesische Küche zusammen zu bringen und außer lang geschmortem Schweinefleisch gab es diese Dim Sum…
Als ich wieder mal den thailändisch Übersetzer mit meinem Satz: „Ich esse kein Fleisch“ hochhielt, kam auch hier wieder ein „ohhhh“ und ein Kopfschütteln. Aber dann fand sie doch noch was für mich. Wieder nur süß, aber es war lecker. Marius war total begeistert…
…und suchte sich verschiedenes aus, was dann frisch gedämpft wird…
Und nicht nur das, wir konnten den Mitarbeitern beim Vorbereiten zuschauen…
Danach fuhr mich Marius zum Busbahnhof und brachte den Roller weg. Wir hatten den Bus um eins gebucht, nachdem 8 Männer mich erstmal nur angeschaut haben. Keiner konnte englisch. Einer brachte mich dann zu einer Frau die mir übersetzte. Leider war der Bus um 13 Uhr nicht voll, also mussten wir noch eine Stunde länger warten. Das hat sich aber gelohnt, da dieser Bus viel Beinfreiheit hatte und wir so die 4 h gemütlich weiterreisen konnten.