
Ach wie liebe ich unsere Standheizung. Der nächste Morgen startete mit Nieselregen. Und laut App sollten die Wolken den ganzen Tag nicht aufreißen. Und das, wo wir eine der spektakulärsten Panoramastrecken Europas fahren wollten. Das Bergmassiv hat über 40 Gipfel über 2000 m Höhe, und ist UNESCO Weltkulturerbe.
Marius war optimistisch und so zogen wir dann los und hatten tatsächlich Glück, immer wieder kam die Sonne durch die Wolken und wärmte sofort…

Was auch bitter nötig war. Der Schnee, der die Woche vorher gefallen ist, lag dort immer noch, und es war bei 2 Grad sogar glatt…

Es war wunderschön…

Und ich dankbar, im warmen Auto sitzen zu dürfen…

Es gibt die Izi-App, die uns empfohlen wurde, weil sie wohl in Montenegro gut funktioniert. Es gibt auf dieser Panoramastrecke, über 50 Punkte, wo die App einem zu Land und Leute und zu den verschiedenen Gipfeln und Dörfer was erzählt. Leider hat es bei mir nicht funktioniert. Hab sogar noch für einen Monat ein Abo abgeschlossen, aber ging gar nix. Nicht mal den Download konnte ich öffnen. Schade. Vor allem weil ich so viel Zeit damit verbracht habe, ins Handy zu schauen statt die Landschaft zu genießen…


Weiter ging es dann Richtung Tara Canyon. Wir wollten eine Offroad-Tour fahren. Aber die Straße dorthin war gesperrt. Wäre nur über einen Umweg von 120 km zu erreichen gewesen. Oh, war ich sauer😵Sollte aber noch am selben Abend wieder mal vom Leben belehrt werden, warum schon alles so läuft wie es läuft🤷♀️
Wir fuhren über eine riesige Brücke über die Schlucht und auf einen Campingplatz der direkt über der Schlucht thront…

Dort standen schon 2 deutsche Offroad Fahrzeuge und kaum hatten wir eingeparkt, wurde uns schon das erste Bier angeboten…

Es gab eine Feuerstelle und so machten wir Lagerfeuer, ist doch etwas geselliger bei fast einstelligen Temperaturen…

Wir durften dann noch zur Schnapsverkostung beim Chef vorbei…

Ein Engländer war noch mit am Platz, der aber nach dem Schnaps kein Bier mehr wollte. Er schlief im Zelt und wollte unbedingt vermeiden, nachts auf Toilette zu müssen.
Ein Pärchen war aus dem Sauerland, die neben ihrem Offroadmobil auch noch ein großes, langes Wohnmobil besitzen. Er erklärte uns, warum er 2 Wohnmobile hat. Natürlich aus den ganzen Gründen, die wir ja kennen und warum wir auch so ein Fahrzeug fahren.. Geländegängig, wendiger… Aber der Grund, den wir nicht kennen, ist der, dass sie mit diesem Fahrzeug weniger Probleme haben, mit anderen in Kontakt zu kommen. Wenn sie mit der Concord unterwegs sind, müssen sie aktiv auf die Leute zugehen. Er hat immer Bier an Bord und verteilt es, um ins Gespräch zu kommen. Das wäre mit dem Offroadmobil nicht notwendig. Da sind wir wieder bei den Schubladen… Es sind genau die selben Menschen, egal in welchem Fahrzeug sie unterwegs sind. Und was auch sehr berührend war, sie hatte Krebs, hat es trotz schlechter Prognose überlebt. Daraufhin hat er seine Firma verkauft und jetzt leben sie! Und sind unglaublich großzügig.
Im anderen Fahrzeug war eine Familie aus dem Osten. Er hatte während Corona das Fahrzeug komplett selber gebaut.
Wir hatten interessante Gespräche, Reiserouten ausgetauscht und viel gelacht. Was für ein schöner Abend. Auch hat sich ein schwarzer Kater zu mir unter meine Decke gekuschelt und die Streicheleinheiten genossen – und ich es genauso…












































































































