Oaxaca

Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates

„Trotz seines kulturellen Reichtums, ist Oaxaca einer der ärmsten mexikanischen Bundesstaaten, und viele Menschen in der Stadt und im gesamten Bundesstaat leben in Armut ohne ausreichende Gesundheitsversorgung…“

Durch die große Anzahl der indigenen Bevölkerung ist hier eine bunte Mischung aus der indigenen und kolonialen Kultur entstanden. Am besten hat uns das Essen gefallen😉

Tlayuda, Tamales (wobei das typisch für ganz Mexiko ist), Chapulines (Heuschrecken, die haben wir nicht gegessen), Tacos, Mole….
Und auch die Getränke sind der Hammer, unser Favorit: Tejate. Wird aus Mais, dem zermahlenen Kern dieser Frucht Mamey und Kakao gemacht und was da oben rum schwimmt ist die „Blume des Kakao“

Überhaupt spielt der Kakao hier eine große Rolle. Allerdings gibt es nirgends Schokolade zu kaufen, sondern der Kakao wird entweder als Getränk angeboten, immer mit Zimt. Oder er wird zu Mole verarbeitet. Das ist eine Soße, die entweder schwarz, gelb, rot, grün, bunt… zubereitet wird. Und je nachdem serviert man es dann zu verschiedenen Fleischsorten, Tamales…

Kakaofrucht mit Kakaonibs

Nur den Mezcal haben wir nicht probiert. Es gibt so viele verschiedene Sorten und das Angebot erschlägt einen. Es zählt hier als „spirituelles“ Getränk, und das nicht nur weil es eine Spirituose ist😉, sondern es geht um die spirituelle Verehrung des Königs der Schnäpse in Oaxaca. Er kann einen in eine Art Trance bringen. Es gibt hier eine Redensart: “ Wenn’s schlecht läuft, trink Mezcal, und wenn’s gut läuft, ebenfalls. „

Die Agaven wachsen mindestens 7 Jahre, manche bis zu 70. Das macht dann auch den Preisunterschied aus. Und der Wurm in der Flasche findet sich hauptsächlich in billigen Mezcalsorten 😉

Um hier alle Spezialitäten zu probieren und zu dokumentieren bräuchte man wahrscheinlich 2 Wochen!

Gestern waren wir auf dem Monte Alban. Das Gelände liegt 500 m über Oaxaca auf ca. 2000 m. Eine archäologische Stätte der Zapoteken, die das erste mal um 500 v.Chr. besiedelt wurde.

Noch bis vor kurzem ging man davon aus dass auf diesen Abbildungen Tänzer dargestellt sind. Inzwischen weiß man, dass dort die Missbildungen und Krankheiten, die durch Inzucht entstanden sind, dokumentiert wurden. Eine Steißlage, missgebildeter Arm und ein Buckel.
Hier eine „Uhr“
Stairway to heaven.
Ich habe mich immer schon gewundert warum die Stufen so hoch sind. Das ist auch für mich anstrengend zu laufen. Diese Menschen waren mit Sicherheit nicht groß. Wir haben erfahren, dass diese Gebäude alles Tempel sind und nicht für den alltäglichen Gebrauch und für’s Volk gebaut wurden.
Um halb 4 wurde geschlossen…

…und wir schlenderten noch durch die Straßen und über den Markt des wunderschönen Oaxaca’s. Auch die Menschen sind wundervoll. Als ich bei einem Obsthändler gefragt habe was das für eine Frucht ist (Mamey), durfte ich gleich probieren. Die Männer, die gerade welche gekauft hatten, schenkten mir dann eine, weil es zu viele waren. Und der Tamelesverkäufer fand es so toll wie gut ich spanisch spreche, dass er mir noch einen Tamal zu den 3 die ich gekauft habe, geschenkt hat. Hier ein paar Eindrücke 😍

Oaxaca war Marius‘ letzte Station. Er sitz gerade im Flieger nach Mexiko City und dann geht’s weiter nach Hause 😥 Ich werde nun alleine weiter reisen und Abenteuer erleben😁

2 Kommentare zu „Oaxaca“

  1. Hallo liebe Natascha. Vielen Dank für die Informationen zur Geschichte Mexikos und den Provinzen. Macht Lust auf eine Reise dorthin. Freue mich schon auf die nächsten Reiseberichte. Weiterhin gute und sichere Reise. Liebe Grüße
    Gisela

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