Nur noch kurz die Welt retten

Wenn man so nah am Leben dieser Menschen dran ist, und einem so viel Herzlichkeit entgegen gebracht wird,  dann kann man als reicher Europäer vielleicht etwas mehr zurück geben als nur Dankbarkeit. Und so hab ich tausend und eine Idee im Kopf und mit Familie Reyes genau die Menschen an der Hand, die ich zum umsetzen brauche.

Miriam, die ältere Tochter von Blanca, hat mir, als ich mit ihr und Norma über meine Ideen gesprochen habe, kaum eine Stunde später zum Mittagessen die ersten drei Akten von Menschen gebracht, die am meisten Hilfe brauchen.

Und sie hat noch viele mehr!!!

Eine Idee ist, Patenschaften zu vermitteln. Marius und ich hatten über viele Jahre eine Schulpatenschaft in Ecuador. Und das ist immer noch das Konzept, das mir am besten gefällt. Weil sie Hilfe zur Selbsthilfe schafft! Natürlich brauchen die Menschen auch akut Hilfe, aber auf lange Sicht wird sich in diesen Ländern nur etwas verändern, wenn die Kinder von heute später einen Beruf erlernen können um sich selbst zu versorgen. Wenn sie Bildung erhalten um Entscheidungen treffen zu können. Die Analphabetenrate in Guatemala liegt bei ca. 21%. Das Projekt in dem wir damals die Patenschaften hatten wurde beendet, weil sich dieses Dorf nun selber versorgen kann! Neben vielen anderen Umsetzungen, wie ein Altenzentrum, Anbau von Gemüse… ist die erste Schülerin, die eine Patenschaft erhalten hatte, inzwischen studierte Sozialarbeiterin und unterstützt nun die Familien.

Estefany wäre eins der Kinder die Unterstützung erhalten würde.

Sie wohnt mit ihrer Mutter in einem Verschlag. Leider wurde vor dem Tod der Oma nicht geregelt welche Schwester das Grundstück erbt. Nun hätten sie Spenden um ein „Haus“ zu bauen aber nicht die Genehmigung dafür…

Die andere Idee wäre, eine „Gesundheits-Patenschaft“. Ich denke dabei z.B. an Doña Maria, die Dame mit Diabetes, die sich ihre Medikamente gegen ihre Nervenschmerzen nicht leisten kann und täglich 9 Stunden an einer Straßenkreuzung Süßigkeiten verkauft um zu überleben. Oder Gulisa…

Gulisa ist 12 Jahre alt und hat seit ihrem 4. Lebensjahr Rheumatoide Arthritis und wurde nie ausreichend behandelt, weil auch ihre alleinerziehende Mutter zu wenig Geld und Zeit hat.

Norma behandelt sie physiotherapeutisch. Was im Monat ca. 35 Euro kostet. Sie geht zur Schule, kann Dank der Physiotherapie nun auch schon besser schreiben. Allerdings kann ihre Mutter sich die Kosten dafür nicht regelmäßig leisten.

Oder Gilda, die alleinerziehende Mama mit den Krampfanfälle….

Und da niemand die Welt alleine retten kann frage ich nun, ob es denn jemanden gibt, der an einer Patenschaft interessiert wäre? Ganz unverbindlich erst mal!!! Denn noch habe ich Zeit um die Familien zu besuchen, alle Informationen sammeln die wichtig sind und mit Miriam und Norma ein Konzept zu überlegen. Das größte Problem wird wohl sein, wie wir das Geld nach Guatemala bekommen. Wenn da jemand eine Idee hat oder jemanden kennt…🙏

Auch das ist alles noch unverbindlich: ich denke die monatliche Unterstützung wird so um die 30 Euro liegen. Für die Verwaltung der Zahlungen würde ich pro Patenschaft 3 Euro Miriam zukommen lassen. Sie wird die Familien monatlich in die Apotheke einbestellen um ihnen das Geld zu geben und schauen, was das Kind am meisten braucht. Auch soll es Kontakt zwischen Patenkind und Pate geben. Spendenbescheinigungen wird es keine geben.

Miriam führt jetzt schon über alles Buch, wer wie viel von was bekommt. Sie heftet die Zeugnisse der Schüler ab und kennt jedes einzelne Schicksal.

Also, wer Ideen, Einwände, Fragen oder Interesse hätte, bitte einfach erst einmal GANZ unverbindlich bei mir melden. Ich weiß natürlich was gerade in Europa los ist und das Spenden gerade überall gebraucht werden. Ich versuche hier nur eine Möglichkeit zu schaffen, für diejenigen, die langfristig jemanden unterstützen möchten mit der Sicherheit, dass das Geld dort ankommt, wo es gebraucht wird.

Wer eine sichere Spende für die Flüchtlinge aus der Ukraine machen möchte, Bita und Khalil helfen an den Grenzen. Mit ihnen habe ich in der Türkei schon Flüchtlinge versorgt und vertraue ihnen 100%. Spendenkonto:
Avicenna Kultur- und Hilfswerk e.V.
Deutsche Apotheker- und Ärztebank – apoBank
IBAN: DE 55 3006 0601 0005 0195 00
BIC: DAAEDEDDXXX http://www.avicenna-hilfswerk.de/hilfe-fuer-die-ukraine/

Gestern habe ich meinen üblen Muskelkater auskuriert und hab nur einen Spaziergang ins Zentrum und über den Markt gemacht. Hier noch ein paar Eindrücke.

Dieses alte Pärchen ging mir höchstens bis knapp über den Bauchnabel. 😍
Ich bin einfach zu groß, pass nicht einmal auf die Fotos 😉 Miriam hat mir vom Wochenende Bilder geschickt wo überall mein Kopf abgeschnitten ist 😂

5 Kommentare zu „Nur noch kurz die Welt retten“

  1. Hola, poste doch mal ein Foto von Blanca und Dir zwecks Größe 😂.

    Das mit der Patenschaft finde ich eine super Idee. Hatte ja damals auch ein Patenkind in Ecuador.
    Also ich bin auf jedenfall dabei.
    Ich kenn mich da nicht aus, aber Paypal wäre keine Möglichkeit, oder?

    Danke, für die wunderschönen bunten Fotos von diesem wundervollen Land😁
    Ich liebe Guatemala 🥰 und Gallo🤪

    Liebe Grüße an Blanca!!!

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  2. Hey meine Liebe…
    Gerne schließe ich mich an. Unterstützt gerne die Dame mit dem Diabetes. Du kannst mir schreiben wohin ich über darf, dann mach ich es sehr gerne.
    Du gute Seele, …
    Und Muskelkater… ach wie schön! Tut doch immer gut sich zu spüren!
    😘

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    1. Liebe Simone, ach wie schön! Sie kann wirklich jede Unterstützung brauchen. Ich geb dir Bescheid sobald ich weiß wie!
      Und ich war um jeden mit dir gelaufen Kilometer froh, war doch recht fit😘

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